Band 
Zweiter Theil.
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Afrika.

Wilcdulgerid über, in NO. aber scheiden sie nnr niedrige Fclscnzügcvom Mittelmeerc, da wo die sogenannte Wüste Barka ist. Ihre Süd-gränze ist eigentlich an der W. Küste am Grünen Vorgebirge, aber iinInnern hält sie sich einige Tagereisen vom Senegal, Niger, dem SeeTsad nnb wahrscheinlich noch anderen Gewässern Sudans entfernt.Der ganze Flächcnranm theilt sich seiner natürliche» Beschaffenheitnach in zwei Theile, deren Gränze etwa unter 30° O. ist Der West-theil (Sahel) ist der ödeste; selten sind dort Quellen und Berge, daherwenig fruchtbare Stellen. Der Boden ist tief mit dem feinsten Sand-staube bedeckt, den die oft furchtbar tobenden Stürme wie Mcereswogenin Bewegung setzen, in Wolken forttreiben oder auch als ungeheureSandsäulen (Sandhosen) in die Höhe wirbeln. Dadurch werden Quel-len und Brunnen verschüttet und selbst Flüsse gezwungen ihren Laufzu ändern oder ganz aufgehalten, so daß sie, wie z. B. der Draha inder Nähe Marokkos, der wahrscheinlich ehemals das Meer erreichte, imSande sich verlieren. Gräßlich ist die Roth, wenn Karawanen die ersehn-te» Quelle» so verschüttet finden; 2000 Menschen fanden so auf ihremWege (1805) den Untergang und die zerstreueten Gebeine verschmach-teter -Menschen und Thiere sind den Reisenden zugleich Wegweiser undtraurige Denkmäler der großen Gefahren, die auf dem Monate langenWege»! ihnen drohen. Munnen lassen sich nur mit großer Schwierig-keit anlegen, denn oft findet man über 100 F. tief in dem lockerenSande noch kein Wasser. Nicht so groß sind die Schrecknisse des öst-lichen Theils. Dieser ist meistentheils mit gröberem Sande und Kie-seln bedeckt, oder der Bode» ist harter Thon und Fels (Kalk und Sand-stein); zahlreiche Felsenreihcn von unbedeutender Höhe unterbrechen dieEinförinigkeit; Quellen und Bäche finden sich dann und wann; umsie her bilden sich Oasen oft von bedeutender Ausdehnung, mit Städtenund Dörfern, oder wenigstens doch hinreichend, um den Karawanen zuErfrischnngsstationen zu dienen. Die Sandfläche selbst ist ohne alleVegetation, auf den Oasen aber finden sich die gewöhnlichen Getreide-arten, Südfrüchte, Palmen u. a. Pflanzen, auch bieten sie gute Wei-deplätze dar. Hansthiere, besonders das hier unentbehrliche Kamel,das Schiff der Wüste, finden sich dort in zahlreichen Heerde»; in derNähe derselben Ranbthiere, Strauße, Springhasen (JerboaS),Gazellen; auch He »schrecken schwärme erscheinen hier. In dereigentlichen Wüste findet man oft Tage lang nicht ein lebendes Würm-chen und hier herrscht eine wahre Grabesstille. In SW. sind großeSteinsalzlager und in vielen Gegenden, besonders nach dem Se-negal zu, zahlreiche Gummibänme zerstreut auf den Anhöhen. DieLuft ist^am Tage unerträglich heiß, die Nacht nnverhältnißmäßig kühl;kein Wölkchen schützt gegen den glühenden Sonnenstrahl, nur vomAugust bis November fallen Regenschauer, die aber auch oft ausbleiben;im December weht ein empfindlich kalter Nordwind. Der Samumist nicht unbekannt. Bewohnt ist dennoch diese Wüste. In W. sindes Mauren, Arabischer Abstammung, aber mehr oder weniger mitEingebornen gemischt lman kann in dem Kastenunterschiede einzelnerStämme oft deutlich die verschiedene Abkunft erkenne»), Mnhamcdaner,