Band 
Zweiter Theil.
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Sahara.

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i»it Arabischer Sprache, des Schreibens kundig und nicht ohne Kunst-fertigkeit (Metallarbeiter:, Lcdcrgcrben, Weben), aber sonst völlig roh,von ihren Hecrden, von Nanb und Handel lebend, unbarmherzig jedenFremdling als Sklaven fortschleppend. Ein Zelt von Kamelhaarenoder Häuten ist ihre Wohnung, ein wollenes Hemd oder Ziegcnfcll ihrKleid; Milch, Gerste, Hirse, Datteln, selten Fleisch ihre Nahrung;manche genießen fast nichts als Milch. Zu den bekanntesten Maurcn-stämmcn in der Nähe des Senegal, gehören die Trarsas und Brak-nas; letztere theilen sich deutlich in 5 Kasten; a) Hasfans, Krieger,reine Araber. 5) MarabutS, Priester, ebenfalls ein rein ArabischerStamm, wahrscheinlich zu den Morabcths der früheren Zeit gehörig,o) Zcnaguen, Unterthanen, ein einheimischer Werbcrnstamm, der denArabern unterlag, cl) Laratins, Leibeigne, die aber nicht verkauftwerden, Mischlinge von Mauren und Negern, e) Sklaven. Nochbemerken wir zwei Völker, die Tibbos ganz in O., die TuarikSin der Mitte, gegen W. bis nach Marokko hin, beide eben so roh alsdie Mauren, aber, namentlich die Tibbos, gutmüthiger, größtenthcilsMuhamcdaner. Die Tibbos sind schwarz, aber weder Neger noch Ara-ber, offenbar vorn Werbernstamme, aber in einigen Gegenden stark mitNegern gemischt. Die Tuariks sind von demselben Stamme, hellfar-biger in N., dunkeler gefärbt in S., viel weiter verbreitet als dieTibboS. Weide Stämme treiben das gewöhnliche räuberische Nomaden-leben, besonders die kriegerischen Tuariks; viele haben aber auch festeWohnplätze in den Oasen. Ihre Sprache ist von der Arabischen ganzverschieden. Genau sind die genannten drei Völker nicht getrennt undnamentlich sind die Mauren in S. sehr weit verbreitet. An der Küstedes Wittelmeercs und in der Nähe Ägyptens und Nnbiens wohnenviele Arabische Stämme. Alle diese Völkerschaften leben frei und un-abhängig unter ihren ScheikS, nur wenige zahle» den Paschas vonTripolis und Ägypten Tribut.

r,) Die wüste Barka lvergl. Tripolis) d. h. dasKüstcnland amMit-telmcerc vorn Busen von Sidra bis nach Ägypten. Die ganze Nvrdküstevvm Busen von CabeS an bis zum Nildelta, als Gränze der Sahara inNO- ist ganz verschieden von dem Sandufer der Wüste inW. DaüMit-tclmecr ist hier von einer felsigen Hochebene umschlossen, welche theilssteil ins Meer hinabfällt und ansehnliche Busen und Vorgebirge bildet,theils mit einem flachen Sandstrichc umsäumt ist, der sich als Sandbankim Meere fortzieht und Untiefen bildet (die berüchtigten Syrren des Al-terthums). Die Halbinsel östlich vvm Luisen von Sidra ist ein etwa1500 F. hohes Hochland. Hin und wieder kommt die eigentliche Wüstezum Vorschein; auch Seen und Salzsümpfe sind an einigen Stellen, jedochmeistenthcils zeigt sich nackter Fels; aber es giebt auch schon bewaldeteGegenden und fruchtbare Thaler und Ebenen, zum Theil höchst reizendeLandstriche. So wie am Atlantischen Ozean die Sandwüstc, so greift hierdas Meer immer weiter ins Land ein und man sieht die Trümmer alterStädte schon mit Wasser bedeckt. Die Produkte der fruchtbaren Striche