Band 
Zweiter Theil.
Seite
271
JPEG-Download
 

Westküste. Senegambi'en. Lberguinea. 271

Lonis in der Mündung des Senegal und andere Niederlassungen im LandeHvwal; ferner einige Factoreien im Innern am Senegal z. B. podhor,Terricr Rouge u. a. Das Fort St. Josef im Lande Kadschaga ist auf»gegeben; an dessen Stelle aber die Factorei Sr. Charles und Bakel ge-gründet.— Am Grünen Vorgebirge liegt die Insel Soree. Baumwolle,Indigo und Ruku sind die wichtigsten Produkte; am Senegal wird abermit den Mauren der Wüste ein bedeutender Gummihandel getrieben. DieZahl der Einwohner aller dieser Gebiete, die bis zur Factorei Albrcdaim Gambia zerstreuet sind, beträgt 20,000, worunter 15,000 Sklaven,etwa 300 Europäer.

2) Englische: St. James (dschchms) am Gambia.— Gellifrey(dschcllifri) am Gambia. — Tiefer im Innern am Fuße des Hochlandesliegen Ionkakonda und pisania. — Die Insel St. Marie im Gambiamit der Stadt Bachnrst, 2000E-— Die im Jahre 1792 gestiftete Nie-derlassung freier Neger auf der Insel Bnlam vor der Mündung desRio-grandc ist schon 1793 aufgegeben; dagegen scheint die Factorei porrendikin N. des Senegal noch zu bestehen.

3) portugiesische: Caches (kaschco) und Geba (dscheba) an denFlüssen gl. N.— Die Insel Bissao mit gutem Hafen und dem schönstenFort der ganzen Küste, im Lande der Papels. Auch sind die Portugiesenim Besitz des Flusses Lazamanca (manffa), dessen einer Arm mit demCachao die Insel des Cap Roro bildet, auf welcher Fclupen wohnen. Andem Casamanza ist die Portugiesische Stadt Zinghinchor, Makca u> a.;an der Südseite des Gambia im Lande Foini die Stadt pincam, derenE. theils Neger, theils schwarze Portugiesen (Mulatten) sind.

lo. Oberg »inea, vom 10° N. bis zur B i a fr a Bai (26°O.),eine Strecke von mehr als 400 M., die den N. Nand des Meerbusensvon Guinea bildet. Die Küstenstriche begreift man gewöhnlich unter6 Benennungen: in W. die Sierra Leo na lLöwengebirge) Küste;bann folgen die Körner-, Zahn-, Gold-, Sklaven Küste unddas Land Benin.

a) Die Lüste Sierra Leona, vom 10°N. bis C. Mesurado — 70bis 80 M. Hier sind die Vorgebirge Tagrin oder Sierra Leona undMonnc (maunt) oder Monte; die Flüsse Searcies, Mungo, SierraLeona, Rokelle, Lamaranra, Sherbro und Mesurado; der See La,prahau. Das Konggcbirge tritt hier zwischen Cap Sierra Lcona undShclling als eine steile Bergwand fast unmittelbar an die Küste, welcheübrigens sehr fruchtbar und nach dem Innern zu stark bewaldet ist. DieRegenzeit dauert vom Mai bis Octb. Der Wärmegrad hält sich zwischen18 und 29° R.; die Küstengegend ist höchst ungesund und besonders denEuropäern verderblich, milder und gesunder das Klima des inneren Berg-landes. Merkwürdig sind die Niederlassungen der Engländer (zwischen 7und 9°N.), in welche alle aus der Sklaverei durch Wegnahme der Skla-venschiffe bcfteicte Neger aufgenommen und im Christenthum, Handwer-