Band 
Zweiter Theil.
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Westküste. Oberguinea.

Sklaverei darf Statt finden, die Gesetze der Vereinigten Staaten geltenauch hier. Censoren wachen über die öffentliche Sittlichkeit und Thätig-keit aller E. Die Cvlvnic ist in dem blühendsten Zustande und ausgezeich-net ist die moralische Kraft, welche der Neger hier entwickelt. Handelwird bislang noch mehr getrieben als Ackerbau. Die Hauptstadt Monr-o-vi<r am Cap Mcsurado hat 90 Häuser und 700§. — Am FluffeMesuradoliegt Lnldwell, 600E., die besonders Landbau treiben. — AndcreLrter sindMillsburg und Trndesrown (trehdstaun). — Die in der Umgegend sichaufhaltenden Neger gehören zum Stamme der Bassa, die 75 Stundenweit an der Küste wohnen- Ein ungeheurer 2 bis 10 M- breiter Waldtrennt die Küste vom Binncnlande, welches stark bevölkert sein soll. Manbauet Pfeffer, Reis, Bataten, Iams und viele eßbare Wurzelgewächse,und gewinnt Palmöl in Überfluß. Starke Viehzucht. Das Gebiet derAmerikanischen Cvlvnic erstreckt sich bis Cap Mount an der Sicrra LconaKüste, wo die Negcrstämmc dcr Deis und Vers wohnen. Schon bis hier-her haben Mandingo Neger den Islam verbreitet.

Im Innern hat man neuerlich zwei sehr gebildete Negcrvölker dieGurras und Londus gefunden.

c) Die Zerhnküste, vom Palmcncap bis zum Lap der drei Spitzen— 50 bis 60 M-, sonst wohl in das Land der guten (in O.) und bösen(in W.) Leute eingetheilt, wenig bekannt. Diese Küste ist flacher als diePfcfferküste. In O. wohnen die Issini Neger; westlich vom Lap Lahudie O-uaquas, mit den Örtern Frisco, Sc. Andrews(andruhs), Lavalli.

ä) Die Goldküste, vom Flusse Assinie bis zum Flusse Vvlta, eineStrecke von 70 bis 80M-, der bekannteste Theil von Guinea, der schonseit langer Zeit von Europäern besucht wird; aber diese Bekanntschaft er-streckt sich nur an einer Gegend etwas weiter ins Innere; übrigens ken-nen wir nur die Küste, welche hier dieselben Erscheinungen darbietet, wiedie vorigen Gegenden. Ein flacher Küsiensaum von zahlreichen Flüssen,unter denen der Volca undAncobra die größten sind, bewässert, umgiebtein bewaldetes Hügelland, durch welches man zum Hochlande des Innernaufsteigt. Die Regenzeit tritt besonders heftig im Mai und Octbr. ein.Die Hitze ist nicht übermäßig (selten über 24° R.) und das Klima gesun-der als auf den westlicheren Küsten. Unter den Ncgcrvölkcrn dieser Ge-gend waren besonders die Fancis ehemals wichtig; seit 1806 sind sie abervon einem mächtigen Stamme des Hochlandes besiegt. Dies sind dieAschantis, deren Kriegslust und Muth ihnen alle umwohnende Stämmeunterthänig und sie selbst den Europäern furchtbar gemacht hat. Sie ge-hören zu den rohcsten Negern, stehen unter einem Könige, der mit un-beschränkterWillkühr herrscht und Menschenopfer sind an der Tagesordnung.Ihre große Macht (sie können über 100,000 Streiter aufstellen, und dieZahl dcr E. ihres Reiches schätzt ein Reisender der neuesten Zeit aufl,300,ooo)wird durch ungewöhnliche Kriegskunst noch gefährlicher. Die HauptstadtRumassi (6° 3<?N.), theils durch einen Sumpf, theils durch einen WallWolger's Handb. 2r Theil 3te Aufl. 18