Capland.
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ten Staaten sind: Soango in N. mit der Haupt,r. ZZuali und den Kü-stcnörtcrn Ulalimba und Labinda, wo Portugiesische Factorcien sind undSklavenhandel getrieben wird. Hier ist die Mündung des Rongo, dervor seiner Mündung zahllose Inseln, mit dem üppigsten Pstanzenwuchsebedeckt, bildet; unter andern findet sich hier auch auf ganzen Flachen dieÄgyptische Papicrstaude. Eine Menge wilder Thiere, Elefanten Nashör-ner, Antilopen, besonders aber Geflügel aller Art (ganze Schwärme vonPapageien) beleben die waldreichen Ufer. Etwa 15 M. im Innern liegtdie Stadt lLmbommo, Sitz eines Fürsten mit etwa 500E. Hauptstlaven-markt der Portugiesen, die unglaubliche Sittcnlosigkeit hier verbreitet ha-ben. Die Gegend hat Pisang, Pfeffer, Mais, Maniok, Zuckerrohr, Baum-wolle (wild), Palmen (aber keine Kokospalmen), Südfrüchte, Baobabsu. a. Hier beginnen die Stromschncllcn des Flusses, der 28 M. von sei-ner Mündung noch Ebbe und Fluth hat; 8 M. weiter folgen Wasserfallezwischen steilen Felsen. Tiefer im Lande fand man viele Krokodile undganze Haufen Flußpfcrdc; der Fluß erweitert sich fast zu einem See.—Das Königreich Longo, von den Portugiesen abhängig mit der StadtS. Salvador vielleicht das Banza Rongo nach Angabe der Neger, Re-sidenz des Königs die groß und von vielen Europäern bewohnt ist. MehreChristliche Kirchen, unter denen ein schöner Dom.— Im Königrrich An-gola ist die Stadt Sän Paolo de Loanda, Sitz des PortugiesischenStatthalters. Zahlreiche Portugiesische Niederlassungen sollen amToanza,Lengo u. a. Flüssen sein. — In Bcnguela besitzen die Portugiesen dieStadt S. Lclippo de Denguela.— Im Inner» ist Macamba, wo nochPortugiesische Niederlassungen sind.— Im Innern fand der neueste Rei-sende in diesem Lande, eine Menge Ncgersiaaten, unter denen das ReichLNoluas, dessen Hauptstadt über 100,000E. haben soll, eine der wichtigstenist. — Der südlichste Theil von Nicdcrguinea wird wahrscheinlich von un-abhängigen Negern bewohnt, jedoch sollen auch hier noch PortugiesischePosten sein- Die Fruchtbarkeit des Bodens scheint hier abzunehmen und dieganze Strecke dieser Küste — 200 M- bis zu dem Kaplande wird von Euro-päern nicht besucht. Man kennt sie nur als dürre Wüste von armseligenNegern und Hottentotten bewohnt.
Das Capland.
Man versteht darunter den südlichsten Theil Afrikas, so weit Eu-ropäische Ansiedler vorgedrungen sind, d. h. an der W. Küste bis zumKonssie oder Sandfluß 29" 40', an der O.Küste bis zum Kci-sikamma 33° 10'*), im Innern am Seek »h flnsse bis 30° 40'S.
') Nach dem in der Capstadt erschienenen Kalender für 1831 ist als Gränz-linic der Colonie in O. der Große Fischfluß angegeben, an welchemeinige Forts angelegt sind.