Copland.
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Kiistenlande und in den Thäler»; da sind zahlreiche Gewässer, frucht-barer Boden, da ist Cultur verbreitet, da sind Städte und Dörfer.Waldungen sind hier in einigen Gegenden, besonders am mittlerenTheile der S. Küste. Bemerkenswerth ist die starke Meeresströmungaus dem Indischen Ozean, welche die ganze Küste mit einer breitenSandbank umgeben hat, deren Brandung das Landen sehr erschwert.Die größten Flüsse, der E l efant en flu ß in W., der den GroßenDornfluß und Schwarzen Klippenfluß mit dem KleinenDornfluß aufnimmt, und der Kamtki- oder Große Fischflußin S. sind etwa 50M. lang. Zwischen beiden sind derGroßeBerg-fluß (Mündung in derHelenen Bai), der Breite Fluß (Mün-dung in der ScbastiansBai), der Gouritzfluß mit demTau-,Büffel-, Löwen- und EI efante n flusse, derGroße oderCam-tooßfluß (Mündung in der Camtoos Bai), der Sonntags-fluß (Mündung in der Algoa Bai).— Obgleich dasCaplaud schonaußerhalb der heißen Zone liegt, so finden hier doch noch nicht die vierJahrszeitcn der gemäßigten Zone Statt, sondern nur eine Regenzeitbei NW.Wind (hier der böse Monsun genannt), sehr stürmischmit heftigen Gewittern vom Mai bis Septbr., und eine trockne jedochnicht ganz regeulose Zeit bei SO. Wind (der gute Monsun) wäh-rend unserer Wintermonatc. Das Klima ist sehr warm in den Thä-lern und Küstengegenden, rauher in den Hochebenen und Gebirgen,wo auch Schnee und Eis nicht unbekannt sind und die Einwohner oftvon Kälte leiden. Die höheren Gebirge sind 5 bis 6 Monate langmit Schnee bedeckt. Die Zahl der einheimischen Produkte ist gering;außer wilden Trauben und einigen geringen Beerenarten fanden dieEuropäer hier keine genießbare Frucht, aber alle Europäischen Ge-treide- und Obstartcn und Südfrüchte, so wie die meisten S.Asiatischen gedeihen in den warmen fruchtbaren Strichen in wahrerUeppigkeit; nur Zwetscheu wollen nicht fort. Wein und Getreide,besonders Weizen, sind Hauptgegenstände der Cultur; Pfirschensind in einem Theile der Colonie gebacken ein Hauptnahrungsmittel.Man hat unter andern Bambusrohr, -Palmen, Eisen holz,sogar den Brotbaum und vorzüglich prachtvolle Blumen (Zwiebel-gewächse, Heiden, Mimose», Aloe u. a.), aber auch vieleGiftpflan-zcn. Bemerkenswerth ist der Wachsbanm, dessen erbsenähnlicheBeeren mit Staub überzogen sind, der eine brauchbare Art Wachs lie-fert. Thee -, Baumwoll - und Kaffeepflanzungen sind angelegt. Wildeeinheimische Thiere, deren Zahl freilich bei der sich immer weiter ver-breitenden Cultur sehr abnimmt, sind Elefanten (selten), Löwen,Panther, wilde Hunde, wahrscheinlich eine Art Hiäne, Scha-kals, Zebras, Quaggas, Wölfe, Giraffen, Nashörner,Antilopenarten, Büffel, Affen, Strauße, Flamingos,Löffelgänse, Schildkröten, Schlangen, sehr schöne aber auchsehr giftige Arten, Termiten, oft wahre Plage in den Häusern, sowie Heuschrecken auf den Feldern. Als Hausthiere sind Rinder undSchafe (letztere auch mit schlichten Haaren und dem gewöhnlich 5 bis6 Pf. schweren Fettschwanze) wichtig; Pferde und Esel gedeihen