Band 
Zweiter Theil.
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Ostküste.

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umd waldreich und liefert die gewöhnlichen Afrikanischen Producte, un-ter anderen Weihrauch, Myrrhen, Ambra, Ebenholz u a.Elgssanten giebt eS in Menge; auch Gold ist im Innern reichlich. Elfen-bein und Goldstaub waren daher stets zwei wichtige Handelsartikel;vor- Allem war aber der Sklavenhandel hier im Gange, und seit des-sen Unterdrückung hat der Verkehr der Portugiesen sehr abgenommen.Won Europäern hatten bislang nur die Portugiesen hier festen Fußgefaßt, jetzt wahrscheinlich auch die Engländer, aber lebhaft ist derVerkehr der Einwohner selbst mit Arabien und Indien. Die E. sindNeger, in N. auch Arabische Stämme, und Arabische Fürstenher rschen in einigen Gegenden über die Neger. Aus der südlichen Hälftebis Cap Delgado haben die Portugiesen Niederlassungen und Ge-biete, die aber im elendesten Zustande sind und als Verbannungsörtcrangesehen werden, in denen selbst die Beamte Verbrecher sind; dahergroße Sittenlosigkeit der Einwohner, die meistentheilS Portugiesi-sche Mulatten sind. Man hat einzelnen Theilen der Küste schonseit der ersten Entdeckung Namen gegeben, die aber meist sehr unbe-stimmte Gränzen haben. Neuere Nachrichten fehle» fast von allendiesen Gegenden. Won N. nach S. folgen die Theile in nachstehenderOrdnung.

1) Ajan, oder die Küste der Somalis (in N.) und Sowalis oderSowaiel (in S>), größtcntheils wüste; einige Araber- und Gallastämmesind die Bewohner dieser Einöden. Bei Lap Delaqua 10° 3<^N. be-ginnt das Gebirgsland an der Küste selbst und bildet mitC-Gardafui einetiefe Bai. <Lap d'cvrfui lv;°N. Die Stadt Magavopo (scho) soll dieansehnliche Residenz eines Füstcn, der dem Jmam von Maskate in Ara-bien tributpflichtig ist, sein. — Brava und Mclinde, Hafenörter.

2) Zangucbar (sangcbar) odcrZanzibav (sanffibar), vom Flusse Lui-limanci (kilimanßi) bis zum Mougallo beim Cap Delgado reichend. DieStadt Moubaea (baßa) auf einer Insel, 4°S-, soll seit 1824 unter Ho-heit der Engländer stehen, welche der dortige Arabische Häuptling zumSchutz gewählt hat, nachdem die Portugiesen 1820 vertrieben worden.—Südlicher ist die Insel pemba, Zangucbar oder Sorvajeli, Monfia und«»uiloa (kiloa) mit der Stadt gl. N. Die Insel Zangucbar, 8M. lang,voll Berge, mit fruchtbarem Boden, mit einem vortresslichcn Hafen, auswelchem Vitriol, Gummi, Spicßglanz, Elfenbein und Sklaven ausgeführtwerden, steht unter einem Schcik, der den Jmam von Maskate als Ober-herrn anerkennt, und hat etwa 6v,ooo E.

3) Mozambigue (mosambike), welches sich bis zumIambese erstreckt.Die Stadt und Insel gl. N. (14° 4g^ S.) sind Sitz des PortugiesischenGouverneurs der Ostküste, der aber alle drei Jahre einen Nachfolger er-hält, denn die Gegend ist höchst ungesund und dic E. sind das verworfensteGesindel, als Verbrecher hierher gebracht, Neger, Hindus, Araber undPortugiesen, 28»o an dcrZahl. Es giebt hier Kirchen, Klöster und einenBischof.— Fruchtbare Halbinsel Labaceiro mit dem Fort Mesuril.—