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Afrika.
Die O st k ü st e.
Eine Strecke von 700M. Länge, vorn Cap Gardafui 11° 50^N. bis znm Flusse Lorenzo Marques, dessen Mündung in derda Lagoa oder Heil. Geist Bai, 25^° S. Ein noch sehr unbe-kanntes Land, von dem wir nur einige Punkte an der Küste, vomInnern wenig oder gar nichts wissen. Schon bei der ersten Seefahrtder Portugiesen nach Indien, landeten diese in verschiedenen Gegen-den (1498), eroberten seit 1505 einige Gebiete an der Küste und imInnern, legten Factoreien und Niederlassungen an, und waren bis aufdie neuesten Zeiten die einzigen Europäer, die mit dieser Küste inVerbindung standen, gewiß auch nähere aber sorgfältig verheimlichteNachrichten von dem Innern hatten, ja wahrscheinlich schon eine Han-delsstraße queer durch das Land nach der W. Küste hin kannten undbenutzten. Seit einigen Jahren haben auch die Engländer sich hinund wieder festgesetzt und die Küste» näher untersucht. Arabische Für-sten herrschen in der nördlichen Hälfte schon seit Jahrhunderten. — Diebemerkenswerthesten Vorgebirge sind Delgado 10° 8'S., Angara(schal, Tangalane, S. Maria und S. Sebastian, letztere vierim Kanal von Mozambique (mosambike), d. h. der Insel Ma-dagaskar gegenüber, und Cap Corrientes 24° S. Br. Große Bu-sen bildet das Meer hier nicht; wir bemerken jedoch die Asutza Baibei C. Sebastian und den Busen von Sofala undQui loa als diebedeutendsten. Die Küste selbst ist in den meisten Gegenden flach,sandig oder morastig, aber nach dem Innern zu erheben sich Bergket-ten, welche die Stufenlander des inneren Hochlandes bezeichnen undeine nicht geringe Höhe zu erreichen scheinen. Man nennt dort dasaber ganz unbekannte Lupata Gebirge, dessen Richtung der Küstewahrscheinlich parallel ist. Bedeutende Gewässer haben hier ihre Mün-dung, aber außer dieser kennt man von dein Laufe der meisten Flüsseim Innern wenig, von ihren Quellen gar nichts. Die größten Flüssesind, so viel wir wissen, in ihrer Lage von N. nach S. folgende:Magadoro (scho), Jubo, Quilimanci (kilimanßi), Coavo,Mongallo, Mvtzambo, Zambese (samb.) auch Cuama undSena genannt, vielleicht der größte von allen, der vom innerstenHochlande her durch das Gebirge bricht, wo er Wasserfälle und gefähr-liche Stromschnellen enthält und dessen Mündungen Luabo, Cua-ma, Quilimane u. s. w. genannt, ein großes Delta, die InselChingoma (tsching), bilden; der Sofala, Sabia, Jnham-bane und Lorenzo Marques (markes) oder Manica (nissa).DaS Dasein eines großen Binnensees, Marawi oder Zembre, istnoch zweifelhaft. Das Klima ist sehr warm und an den Küsten un-gesund, im innern Hochlande milder und gesund. Die Regenzeit ist,wenigstens südlich vom Äquator, während unsers Winters, aber in derDauer sehr verschieden. Regelmäßige Winde befördern und hindernnach den Jahrszeiten die Schifffahrt; der NO. Monsun weht in unse-ren Wintermonaten, der Südwest im Sommer. Der Boden der Kü-stenländer ist in einigen Gegenden Wüste, in anderen sehr fruchtbar