Band 
Zweiter Theil.
Seite
301
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Inseln in Westen.

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sie häufig als Erfrischungsstationcn besuchen. Sie waren schon imXlv.Jahrh.bekannt, ja selbst die Römer hatten schon Kunde von ihnen und bereits1344 ließ sich ein Spanischer Prinz mit diesen noch nicht crobertcnJnselnvon, Papste belehnen. Ein Normannischer Ritter Johann von Bechcn-couot eroberte 1402—5 die 4 Inseln Lanzarvta, Fuertevcntura, Eomoraund Fcrro und ließ sich damit vvm Könige von Kastilicn belehnen. SeinEigcnthumsrecht ist dem Namen nach auf Privatpersonen übergegangenund noch jetzt heißen diese Inseln die heroschafrlichen. Kanaria wurde1483, Palma 1482, Tcncrifa 1496 von den Spaniern erobert, die sämmt-liche Inseln noch jetzt beherrschen.

->) Tcncrifa, die größte von allen — 63 (41)2-M. 12 M. lang, mit85,ooo E. In der S-Mitte erhebt sich der stets dampfende Vulkan, derpico de Te^de — il/ioo (ii,800, ii,ioo)F., vvm November bis Aprilmit Schnee bedeckt, dessen abgeplatteter mit einem zM. breiten Gürtelvon Felsblöcken und losen Steinen umgebener Gipfel eine zuckerhutförmige400F. hohe Spitze trägt. Eigentlich ist der Pico nur ein 3000 F. hoherVulkan neben einem alten längst erloschenen Krater von ungeheuren Di-mensionen, den man in den furchtbarenLavaschluchtcn derLanadas (kan-jadas) in einer Höhe von 8000F. noch erkennt. Die Bergkette von Gua-jara (chara) — 10,400F. Der S. Theil ist größtcnthcils ödes und steilesGebirge, in den übrigen Gegenden herrscht ausgezeichnete Fruchtbarkeit.Der letzte Ausbruch des Vulkans war 1798, früher muß er in furchtbarerThätigkeit gewesen sein, denn im Thale las Guanchas zählt man über100 Lavaschichten, von denen eine über loo§. dick ist. Die Hauptstadtist Santa Leu; (kruß) an einer sichern Bucht der Ostküste, Haupthafcnaller Inseln, 8 bis 9000E. Sitz des Gouverneurs. — Ororava a. d.Nvrdklistc und am Fuße des Pic (1020 F. hoch liegend) 7800 E. Schönerbotanischer Garten. Dabei die Hafenstadt Pore Grorava, 4600 E.— La-guiia die Hauptstadt der Insel auf einer 1650 F. hohen Ebene in N,12,OOOE. Universität, 1817 gestiftet (11 Professoren), jetzt wieder aufge-hoben-—Tacoronre, 4600L-— Suimar in einem schönen Thale derOstseite, 3500E. I» der Nähe Guanchcngräber.— Icod, in W-, 4000E.Seidenweberei.

b) 'Lanaria — 51 (33)Q-M. 70,000§., die fruchtbarste unter allenInseln, mit felsiger Küste, die aber viele sichere Häfen und Ankerplätzeenthält. In der Mitte erhebt sich ein 5 bis 6000F. hohes Gebirge, dessen ,Abhänge in S. und W- furchtbar zerrissen, daher fast ganz unangebauetsind. Zahlreich sind die Mineralquellen; starke Fischerei; an der SüdküsteScesalzbcrcitung; ansehnlicher Wein-, Öl- und Getreidebau; wichtigeVich-zucht. Die Hauptstadt ist Palmas, 8000L- Sitz des obersten Gerichts-hofes der Inseln-— Telde, 7000 E.— Artenara, ein merkwürdiger Ort

in einer wilden Gebirgsgegend. Sämmtliche Wohnungen sind künstlicheFelsenhöhlen. - puerro de la Luz, Hafen der Hauptstadt.

c) Ferro, Hiei-ra, 5Q.M. 4500 E. Sie hat Wassermangel und