Band 
Zweiter Theil.
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Nordamerika.

merkwürdigsten Wasserscheiden dieser Art sind zwischen den» F'nchS(Gebiet des Oberen SecS)- und dem OiiiSconsin (oder Wis con-sa n) Flusse (Gebiet des Mississippi), die nur i» einer etwa ^ M.laugen Ebene besteht, und zwischen dem Rothen (Gebiet deS Win-nepik Sees)- und PetcrSfl risse (Gebiet des Mississippi), düc beihohem Wasserstande sogar mit einander verbunden sind. >— Gan/j an-ders scheint das Land in W. des FelsengebirgS zu sein, was wir nochwenig kennen. Hier ist wahrscheinlich Hochland, welches durch einegroße Gebirgskette längs der Westküste begränzt wird. Nur der süd-liche Theil ist schon vo» Europäern besucht; man kennt dort den ??ra-ser- und Thompson Fluß zwischen 50 und 55° N. und verschie-dene kleinere See». Im Küstengebirgc ist der EliaSberg (60^° N.)17,800 F. und der Schö n wetterb crg (59°) 14,900 F. hoch. DieseWestküste zeichnet sich durch ihre vielen Inseln, Buchten und Meer-engen auS, ist sehr gebirgig und zerrissen. Mehre noch sehr thätigeWulkane hat man auf derselben entdeckt.

DaS Klima ist im ganzen nördlichen Theile von Amerika im Allge-meinen rauh, der Boden nur i» S. zum Anbau passend, in einigenGegenden stark mit Waldung bedeckt. Auffallend ist die bei weitemmildere Luft der W.Küste, wo noch unter 46° Weinstock undBaumwolle wild wachsen und der Boden zum Theil üppige Frucht-barkeit besitzt. Der Winter 1824 war unter 57° N. so milde, daßder Schnee in den Thälern nur einige Stunden liegen blieb. DieLuft ist sehr feucht und selten ein ganz regcnfreier Tag. Gewittersind auf dieser Küste ganz unbekannt, obgleich die Luft viele Elektri-zität besitzt. Der südliche Theil des ganzen Landes hat »och enenstarken Pflanzenwnchs »nd bedeutende Waldungen von Eichen, Ze-dern, Ahorn, Birken, Erlen, Pappeln und Nadclhclz;allein von 684° an sind selbst die Tannen nur noch Sträucher. Be-sonders schön ist die W. Küste bewaldet, wo auch von Cvlonistc» Eu-ropäisches Gemüse gebauet wird; selbst die Kaljuschen im RussiihenGebiete bauen schon Kartoffeln, die sie sehr schätzen. Ganz erstobenist die Vegetation selbst auf der Nordküste noch nicht, denn auch wrtfinden sich roch mancherlei zum Theil schön blühende Pflanzen. Wich-tig ist das Land durch seinen Reichthum an Thieren; HanSthicre gebtcS bei dem Indianer gar nicht, nur der Eskimo hält Hunde «inZiehen; aber in den Wäldern leben Hirsche, Rehe, Elenthi reoder Moosthiere (mit oft 60 Pfd. schwerem Geweihe) Damhr-sche, Bisons, Bisamfliere, Rennthiere, Bären, Wöfc,Luchse, Füchse und alle übrigen kleineren Pelzthiere, auch eine!lrtM n rm e l th i e r e. Vorzüglich geschätzt sind der Biber und anderW. Küste die Seeotter, die aber freilich durch die übertriebenen Jag-den der Russen in vielen Gegenden fast ausgerottet sind; sie loenzwischen 30 und 60° N., auch der sonderbare Wolfbär (Wolocrne)und Waschbär (Rakun) sind hier zu Hause. Bemerkenswerth istin W. eine wilde Schafart, welche die höchsten Gebirge bc.vont,mit seidenartiger Wolle. Sehr groß ist die Zahl deS wilde» Ge-flügels, besonders der Wasser- und Sumpfvogel und nichtgc-