Band 
Zweiter Theil.
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Nordamerika.

liche Magnolie (in S.), die nützliche Wachsmirthe, die Zi-presse, der Tu lpenbaum, der Platan und die Ulme, beidevon gewaltiger Starke, der Bohnenbaum, der Sumach; mancher-lei wilde Beeren und unzählige Strauch- und Pflanzenarten, diezum Theil schon nach Europa als Zierpflanzen versetzt sind. AuS demThierreiche finden sich alle in der Einleitung erwähnten wilde Arten,von denen wir hier nur noch das Moosthier, den Bison, derAntilope, das Beutelthier, den Waschbären, das Stink -thier, den Kuguar und Jaguar, das Stachelschwein, denKaiman, die K läpp ersch la n g e, Schildkröten und den Ochse n-frosch nennen. In W. des Mississippi sind viele wilde Pferde, dieaus dem ehemals Spanischen Gebiete abstammen und deren Fleischvon einigen Indianer Stämmen gegessen wird. Die Gewässer liefernFische, besonders in der NO. Küste Kabbeljaue, in Überfluß, aberauch aus den entfernteren Meeren holt man Wallfische (selbst ausder Südsce) iu Menge. Außerordentlich groß ist die Menge von Bü-geln, besonders Sumpf- und Wassergeflügel, selbst der Ko-libri und Papagei leben in W. und der Puter (Truthahn) findetsich in ganzen Heerden wild. Seit einigen Jahren beginnt in densüdlichen Staaten der Seidenbau, der schnell aufzublühen scheintund in kurzer Zeit gewiß von großer Wichtigkeit werden wird. Un-erschöpflich sind die Steinkohlen- und Bleigruben, letztere amMississippi und Missuri, die von 1826 bis 28 —20Mill Pfd. Bleilieferten, erstere fast im ganzen östlichen Gebirgszngc, besonders in N.Eisen findet sich in Menge, auch Kupfer wird gewonnen. Ergie-bige Goldsandlager hat man neuerdings in Nord- und Südkaro-lina, Braunstein in Vermont entdeckt, und auch Silber findetsich in Pensylvanie» und Jndiana; cS giebt große Vorräthe vonSchwefel (Neuyork) und Salpeter (Keutucky), Spuren von Zinnin MassachusetS Man hat Quellsalz, reiche Steinsalzlagerin W. der Alleghany, Vitriol, Farbenerden, einige Arten Edel-steine, Marmor und mancherlei andere nützliche Stein- und Erd-arten. Erwähnen müssen wir noch der ungeheuren fossilen Kno-chen, welche sich besonders am Ohio von Zeit zu Zeit finden, so wiedie ungeheuren Höhlen der dortigen Kalkgebirge.

Zwei Menschenstämme sind seit drei Jahrhunderten noch immerim Kampf und Zwiespalt um den Boden des Landes, die alten Ur-bewohner und die neuen Ankömmlinge. Jene, durchaus roheWilde, Indianer genannt, von Jagd und Fischfang, wenig vonAckerbau lebend, ein kräftiger, abgehärteter und iu fast ewigem Kampfbegriffener Menschenschlag, zieht sich, ehemals der Gewalt weichend, jetztmeistentheils durch friedlichen Vertrag, immer tiefer inS Innere undin das Land jenseits des Mississippi zurück. Fast das ganze Ost.andist von ihnen schon geräumt; aber zahlreiche Schaareu streifen nochim Gebiete des Mississippi und Columbia umher. Einige Stänmehaben mitten unter Europäischen Wohnplätzen sich niedergelassen, sichdem Ackerbaue und Christenthume zugewendet und so die ersten Schrittezur Cultur gethan; andere werden, oft nicht ohne Härte, von iirem