Kolumbien.
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Pfeffer in Indien, gckauet werden lind ihnen ein unentbehrliches Be-dürfniß geworden sind. Gold findet sich in den Ändes sehr viel, be-sonders in Antioquia, Popayan und Pamplona, nirgend mehr alsin Choco; in einigen Provinzen enthält jeder Wach Goldsand; Sil-ber ist weniger vorhanden, dagegen ist hier zwischen dem westlichenAndcS und dein Stille» Meere der Hauptfnndort der Platina; auchauf Quecksilber, Kupfer, Visen und Blci wird gebanct. Salzliefert das Meer und verschiedene Seen und Quelle» reichlich. Unterden Edelsteinen ist besonders der Sniaragd zu beinerkcn, der sich be-sonders in den reichen Grube» von Miizo (15 M. nördlich von Bo-gota) findet. Zahllose Heerden verwilderter Rinder und Pferdedurchirren die Llanos, und die A'nSfuhr von Rindern, Häuten undgesalzenem und gedörrtem Fleisch ist bedeutend. Pumas, Jaguars,Kaimans, deren Vier gegessen werden, R i e se n sch la n gen, man-cherlei Affenarten, G ürtelthierc, Tapirs, Tajassuö,wilde Schweine, Rehe, Hirsche, Faulthiere, Fuchse,zahllose Geschlechter von -Vögeln, aber kein Singvogel, unter ihnen derKondor, der bis 18,OOOF. hoch in den Gebirgen lebt, bewohnen dieverschiedenen Regionen. Sehr wichtig sind für das Tiefland des Ore-noco die Schildkröten, aus deren Eiern eine große Menge Ol be-reitet wird; Perlmuscheln suchte man ehemals an der Rordküste;Cochenille wird wenig gewonnen. In den Seen des Innern lebtder merkwürdige elektrische Aal. Höchst lästig sind die Moskitos,Coniejeiis, Hundertfüße, Alacrans und andere quälende In-sekten, besonders die Tschikcn oder Niguas, die ihre Eier in dieHaut deß Menschen legen und dadurch Geschwüre hervorbringen. GroßeSpinnen, mancherlei Schlangen-, Eidechsen- und Kröten-arten und Am ei scn gehören ebenfalls mit zu den Erzeugnissen desLandes.
Die Zahl der E. ist — 2,700,000, soll aber vor dem Ausbruchedes Bürgerkrieges über 4 Mill. gewesen sein. Darunter sind 1,200,000Europäer und Kreolen. Unbedeutend ist die Zahl der Negersklave»(1825—13,800). Die Peruaner in Quito waren bei der Ent-deckung des Landes in der Cultur mit den Mericancrn auf gleicherStufe, aber auch hier hat sich, obgleich alle Peruaner Christen sind,diese alte Cultur mehr verloren, als gehoben. Die Europäer stehe» inwissenschaftlicher Bildung, Fabriken und Gewerbe» den Mexikanernnicht ganz gleich; jedoch sucht man durch neu gestiftete Schulen das-Volk immer mehr zu heben. In den Gebirgen und Wäldern lebennoch 200,000 In.Iios Oinivos, d. h. völlig unabhängige In-dianer, in der größten Nohhcit. Besonders ist die ganze SO. Hälftedes Landes fast nur von freien Wilden bewohnt, die ineistentbcils denEuropäern feindlich gegenüber stehen, unter denen sich jedoch Misstonenbefinden, durch welche man den Saamcn des Christenthums und derCultur auszustreuen sucht. Es war im Jahre 1498, als Columbusau der N. Küste Kolumbieus landete. Die Spanier ließen sich auchhier nieder, aber nur langsam schritt die Kolonisation dieses Landesfort, in welchem sich drei Spanische Provinzen bildeten: in W. das