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Zweiter Theil.
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Südamerika.

Rinder, eine große Menge wilder Ziegen, aber wenig Schweine midkeine Gänse, da diese von den Indianern verabscheuet werden; außerdemdas Llama, Wicuuna, eine Eichhörnchenart, die in Erd-höhlen lebt, eine Art Biber und Fischotter, die wollhaarigeRatte und viele noch unbekannte Thiere. Schlangen giebt eSnicht; desto zahlreicher sind die Papageien, Kolibris und andereschöne Vögel. Gold, welches am mehrsten aus Flußsand gewaschenwird. Silber und Kupfer sind Hauptproducte, aber auch Eisen,Blei und Quecksilber, Steinkohlen, Quell- und Seesalzsind in Menge vorhanden. Der ehemals so wichtige Bergbau ist in-deß bei den bürgerlichen Unruhen sehr gesunken. Zahlreiche Mineral-quellen.

Die Einwohner, deren Zahl auf 6 bis 960,000, nach Einigen gar1,200,000 angegeben wird, sind theils Spanischer Abkunft (etwa 80bis 100,000), theils Indianer, in der Bildung und im Gewerbfleißedenen der vorher genannten Länder gleich. Die Zahl der Negersklavenbeträgt etwa 40,000. In S. wohnt ein mächtiger Indianer Stamm,die Araucos (ara—ucos), die sich nie den Spaniern unterworfenhaben und auch noch jetzt einen zwar mit Chile verbündeten, abervöllig freien Staat unter vier Oberhäuptern, Tokis, bilden. IhreGränze macht in N. der Fluß Biobio, in S. .der Gallacallay,36° 44' bis 39° 38'. Pizarro's Feldherr, Waldivia, eroberteChile 1540, aber lange dauerte der Kampf mit den Indianern, beson-ders den genannten Araucos, welche sogar einige Spanische Städtein ihrem Gebiete völlig zerstörte». Schon 1810 brachen hier Unruhengegen die Spanische Herrschaft aus, allein diese wurden nach der Schlachtbei Talca, 1814, gedämpft und erst nach blutigen Kämpfen befreiete derGeneral Sau Martin aus Buenos Ayres durch die Schlachten beiChacabuco 12. Februar 1817 und Maypo 5. April 1818 dasganze Land. An der Spitze des Staats steht ein Oberdirector derRepublik. Ein Congreß, bestehend aus dem Senate (höchstens20 Mitglieder) und dein Hause der Repräsentanten (von15 000 E. ein Abgeordneter) hat die gesetzgebende Macht; jedoch herr-schen noch verschiedene bürgerliche Parteien und dem neuen Staatescheinen noch Veränderungen der Verfassung bevor zu stehen. Schonhat Chile 6 Mill. Rthlr. Schulden und die Staatsausgaben überstei-gen noch immer den Betrag der Einnahme. Das Heer besteht ausetwa 8000 Mann regelmässiger Truppen und 20,000 Miliz, die Flotteaus 12 Schiffen. Eintheilung in 8 Departements, die von N. nachS. so auf einander folgen:

1) Loquimbo (kimbo). Hauptstadt Liudad de Serena oder Lo-quimbo mit schönem Hafen. In der Nahe reiche Kupfergruben.— BeiHuasco die wichtigsten Silbcrgruben. Nördlicher liegt Lopiapo, 70vE.Hasen-

2) Aconcagua. Hauptstadt Liudad de Felipe.— perorca (ßa), indessen Nahe hoch im rauhcstcn Gebirge die wichtigsten Goldgruben licg.'ii.

3) Sän Iago mit der Stadt gl.N-, Hauptstadt des ganzen Lanlcs