Südamerika.
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la Plata Staaten entspringt, durch seine Überschwemmungen dem Nikegleich sein Thal in einer weiten Wüste befruchtet, keine Nebenflüsseaufnimmt und. da er in der Nähe eines ehemals sehr gebrauchten,jetzt fast vergessenen AndeSpasses seine Quellen hat, eine der bequem-sten Bcrbindungsstraßen nach Chile bilden könnte; der CamaroneSund St. Georg; die W, Küste hat nur unbedeutende Flüsse. AmO. Abhänge des Gebirgs haben sich einige nicht unbedeutende Seengebildet. Das Klima ist ungewöhnlich rauh, selbst im Sommer, be-sonders in dem südlichen Theile, der Winter höchst strenge und stür-misch. Nur die Gebirge enthalten noch Waldungen, auf der Ebeneist fast kein Baum. Unter den Pflanzen zeichnet sich der Winter-baun: durch seine äußerst scharfe Rinde aus. Einzelne Thiergattun-gen der nördlichenGränzländcr zeigen sich hier noch, der Tapir, Ja-guar, Fuchs, Hase, das Gürtelthier, Guanako, der Straußn. a., besonders aber in N. noch große Heerden wilder Rinder undPferde; ganz in S. ist jedoch die Natur fast schon erstürben undaußer Geflügel und Robben zeigt sich hier wenig Lebendiges, daselbst in den ersten Sommermonaten Schnee fällt. In W. wohnenIndianer, welche zum Stamme der Chilesischen Araucanos gehören;man nennt sie Moluches (tsches). Die östlichen sind die ehemalsdurch ihre übertrieben angegebene Größe berühmten Patagouen oderTehuelhets, zu dem Hauptstamme der Puelches (pu—eltsches)gehörig, alle von kräftigem Körperbau, fertige Reuter, kriegerisch und,geschickt im Jagen wilder Thiere. Europäische Niederlassungen giebtes nicht, denn die einzige von den Spaniern 1572 gestiftete Colonie,in NO. von Cap Froward in Port of Famine, d. h. Hun-gerhafen, war schon 1586 bis auf einen Mann durch Krankheitund Hunger umgekommen. An der Küste der Magelhaens Straßezwischen Cap Negro und Cap Bictoria wohnen Feuerländcr.
Brasilien.
ES begreift das ganze O. Land S. Amerikas zwischen Guajaua,Kolumbien, Peru, Bolivia, Paraguay und den la Plata Staaten, von4" N. Br. bis 32° S. Br. (mit Einschluß der jetzt abgetretenen Pro-vinz Cisplatina aber bis fast 35° S. Br), von 17° 20' bis 55°W. L. Größte Länge von S. nach N. — 580M.; Breite von W.nach O. —520M. Flächeninhalt—140,000, nach Anderen 113,000Q. M. Die Seeküste hat vom Oyapok, Gränzfluß gegen Guajana,bis zum la Plata eine Ausdehnung von 900 bis 1000 M. Brasilienhat zwar im äußersten S., noch mehr in seiner N. Hälfte große Ebe-nen, die sich bis 10° S. Br. ausdehnen, ist aber doch größtentheilSGebirgsland. Man kann seinen Boden füglich n) in das Küsten-land und die mit Urwäldern bedeckten Ufer der Flüsse, als ange-bautes oder des Anbaus fähiges Land; b) in das steinige kahle