Band 
Zweiter Theil.
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Brasilien

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Hwchland und e) in die südlichen »nd nördlichen Sandflächcntheiilcn. Die Gebirge stehen mit denen von Peru, Bolivia und Pa-raguay nicht in Verbindung, nur die Hochebene läuft ohne Unterbre-chung zu den Pampas jener Länder hin; aber Brasilien selbst wirdvom vielen waldreichen Gebirgen durchzogen. Das Hochland hat inrDmrchschnitt eine Höhe von 2500 F., das Küstengebirge erhebt sichwolhl bis 4000 F. und die höchsten Rücken des Hochlandes 6 bis8000 F. Die höchsten Spitzen sind im Mantiqueira Gebirge(zwischen 22 und 23° S., auf dem die Quellen des Rio Grande undPreto sind) der Pico dos Orgaos (orgauns d. h. Orgelberg) —7300 F., der Morro do Papagaio (Papageienfelfen) — 7000 F.,eile dritter noch «»benannter in demselben Gebirge — 7900F.; fernerder Morro do Garaffao (faung), Buquira über 7000F., derJLacolumi bei Villa Ricca — 5700 F., der Jtambe bei Villado Principe — 5700 F. Alle diese liegen in dem großen Gebirgs-systeme, welches die östlichen Urwälder von den westlichen kahlen oderdümn bewaldeten Hochebenen, Campos, deren Thalgründe nur hinund wieder Waldung enthalten, trennt: die Gebirge haben hier alledie Richtung von N. nach S. und kein Hauptzng bildet die Wasser-scheide zwischen dem Maranhon und la Plata, sondern die einzelnenKetten, welche die Nebengewäffer beider Ströme trennen, laufen inWinkeln zusammen, welche die Scheidungslinie bestimmen, deren erha-benste sind die Serra (d. h. Gebirge) do Canastra und Mar-cella (ßelja), durch welche der S. Francisco und Parana, die Py-rineos in Goyaz, durch welche der Tocantin und Parana, und inMatto Gross» der Zug, durch welche der Lingu und Paraguay geschie-den werden. Die Nebenflüsse des Madeira und Paraguay sind aufdenr Hochlande nur durch geringe Erhebungen getrennt. Die GebirgeWrasiliens bestehen aus Granit, Glimmerschiefer, welche aber nichthöher als 3500 F. vorkommen ; die höchsten Bergzüge aus Quarz,Thonschiefer und Kalk; niedriger sind die Kalkgebirge; höchst merk-würdig ist das aufgeschwemmte Gestein, welches ganze Thäler ausge-füllt hat und den Reichthum an Gold und Diamanten enthält. Diegegen O. weit hervorragende Küste mit den CapS Rochus und An-tonius ist größtentheils eben, und das nördliche Uferland bildet denRand einer ungeheuren Fläche, welche bis zu den AndeS gegen W.reicht und das südliche GebirgSsystem gänzlich von den an der Gränzevon Kolumbien und Guajana befindlichem Gebirge trennt. Diesesgränzenlose Flachland, welches selbst an der W. Gränze Brasiliens,wenigstens 400 M. vom Meere, sich nur 6Z0F. erhebt, bietet denrAuge in den meisten Gegenden das Bild der höchsten Einförmigkeitdar; es besteht entweder aus kahlen steinigen Ebenen oder ungeheure»Waldungen, die dem Reisenden völlig undurchdringlich sind; nur auf denGewässern kann man hier fortkommen. Hin und wieder unterbrechenniedrige Hügelketten die Ebene, welche in einigen Gegenden mit wel-lenförmigen Sandhügeln bedeckt ist. Ganz unmcrklich erhebt sich derBoden nach S. und N. zu und geht in Hochland über, was manauch an den zahlreichen Wasserfällen in dem oberen und mittleren