Band 
Zweiter Theil.
Seite
413
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Brasilien.

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bis zum Durchbrüche durch die Cordilleraskette von ChachapoyaS(tschatschapojas) zwischen Tomependü und Manserichc (ritsche),wo der dort etwa 114 M. von seiner Quelle 900 F. breite Stromdurch eine 150F. breite Schlucht (Pongo von Manserichc) sichhin.abwälzt und bei Rentema nur noch 1160 F. über dem Spiegeldes Meeres erhaben ist. Durch Hügelketten strömt er dann mit ru-higeren Wellen und schnell sich erweiternder Äusdehnung dem Brasi-lischen Tieflande zu, an dessen Gränzen (bei Tabatinga) er, 320 M.von seiner Quelle, schon M- breit und nur noch 630 F. hoch ist.Won dort an wächst sein Riesenkörper noch immer mehr. Ohne allesHinderniß dehnt er nicht allein seine Oberfläche aus, sondern er um-faßt meilenweite Strecken des benachbarten Gebietes mit seinen Sei-tenzweigen, bildet zahllose Inseln im Hauptstrome selbst, seht sich mitseinen Nebenflüssen, die zum Theil gleich ihm schon Riesenströme sind,oft weit vor deren eigentlicher Mündung, und mit benachbarten Seenin Verbindung, erreicht eine Tiefe von 300 bis 350 F., verschlingthier und dort bei dem durch ihn verursachten Einsturz seiner Ufer nochimmer mehr Land, steigt in der ersten Hälfte des Jahres bis zu einerHöhe von 40 F. und macht dann gar das benachbarte niedrige Landzu einem Meere. Roch einmal wird er durch die Felsenufer bei Oby-dos (obidusch) auf eine Breite von etwa 5000 F. eingeengt, dannaber fließt er kaum von einem Hügel begränzt durch die unermeßlichenTiefebenen und wird von der Mündung des -kingn (schingü) immermehr einem See ähnlich. Ganze Inselgruppen füllen seine Mündung(Kanal von Braganza), die sich von dort gegen R. wendet. Un-terhalb Gurupa sendet er einen schmalen Arm gegen S., der sich mitdem Uanapn und Tocantins verbindet und die 30 M. lange, 20 M.breite ganz flache, fruchtbare, zum Theil mit Sumpf und Wald be-deckte und nur zur Viehzucht benutzte Insel Maraj o (dscho) oderJohannes bildet. Hundert M. weit bis zu der Stromenge vonObydos reicht die Fluth in ihm. Von der Flachheit des Bodens, durchwelchen der Maranhon strömt, zeugt auch die schon erwähnt^ merk-würdige Erscheinung, daß nicht allein seine Nebenflüsse oft schon weitvor ihrer Hauptmüudung Nebenarme ihm zuschicken und zahlreicheSeen, die meilenweit von ihm entfernt sind, durch natürliche Kanälemit ihm und unter sich in Verbindung stehen, sondern daß der Stromselbst durch solche Airme sich mit anderen Seen und Flüssen in Ver-bindung setzt, ja daß in manchen dieser Kanäle, je nachdem der Haupt-oder Ncbenstrom steigt und fällt, das Wasser zu verschiedenen Zeitenin ganz entgegengesetzter Richtung fließt. Das merkwürdigste Bei-spiel dieser Airt ist der Fluß Aivatiparanü, der über 40 M. ober-halb der Mündung des Zjupura vom December bis zum Junius ausdem Maranhon in jenen Fluß, vom Julius an aber in den Maran-hon fließt. Besonders an der Nordseite bilden sich so im unterenLaufe eine ganze Reihe großer Inseln neben dem Hauptstrome. Nochauffallender ist es aber, daß die Nebenflüsse in ihrem mittleren Laufesich auf solchen natürlichen Wegen ihre Fluthen gegenseitig mittheilenund auf diese Ärt ein natürliches Kanalsystem bilden, wie kein an-