Band 
Zweiter Theil.
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Südamerika.

dereS Land der Erde ein ähnliches auszuweisen hat. Wei der großenUnbekanntschaft mit den von dem Hauptstrome entfernten Gegendensind wir über mehre solcher Verbindungen nicht ganz im Klaren, dieSache selbst aber ist keinem Zweifel unterworfen. Längst bekannt isteS, daß ein Arm des Orinoco, der Cassiquiari (kiari), in denoberen Negro fließt; vielleicht steht auch der Branco durch den Pi-rara mit dem Essequibo (in Gnajana) in Verbindung. Nochmerkwürdiger ist die behauptete Theilung des oberen Guaviari oderAviyari, der einen Arm zum Orinoco, den andern zum Uaupesund Negro senden soll, und kaum zu bezweifeln ist die mehrfache natür-liche Kanalverbindung des Aupurä mit dem Jca (issa), so wie einGleiches von den südlichen Nebenflüssen des Maranhon, dem Ucayaleund Javary, dem Jurna und Coary behauptet wird. Diewichtigsten Nebenflüsse des Maranhon sind folgende: s) von N. herund zwar in Peru: Pastaza und Napo; in Brasilien: Jca,Vupurä oder Japurü, der da wo er die Verberge der Cordilleras,die Serra de Araracoara, verläßt, an der NW. Gränze Brasiliens,große Wasserfälle bildet, die sich im kleineren Maaßstabe vor der Mün-dung des Apuaperi wiederholen, der Negro, der von W. her denU aupes oder Ucayari, von N. her den Branco oder Para-viana aufnimmt, Trombetas und Gnrnpatuba. — b) VonS. her und zwar in Peru: Huallaga oder Guallaga undUcayali, der den Beni und Apurimac aufnimmt; in Brasilien:Javary (dscha) oder HyabarF, JutahF (dschu) oder Hyutahy,Juruä, oder Hyaruha, Teffe, Coary, Purus, Madeira(450 M. längs, Topas 6z oder Tapajoz und Xingu (schingü).Ein eigenes Stromsystem bildet dcrTocantinS, der den Araguayaaufnimmt, sich mit dem südlichen Arme des Maranhon, Rio doSBocas, in den auch der Uanapü fließt, in S. der Insel Marnjovereinigt und dessen Mündung den Rio do Para bildet*). Dieöstlichen unter den südlichen Nebenflüssen des Maranhon entspringengrößtentheilS in den Hochebenen des inneren Brasiliens, welche zwischen4 und 8^ S. von verschiedenen von O. nach W. laufenden niedrigenBergketten durchzogen zu sein scheinen, durch die in dem oberen undmittleren Laufe der Gewässer Wasserfalle entstehen, die in einigen sehrzahlreich sind. Die Hochebenen selbst, die Campos Parexis (pare-schis), dürre, steinige Flächen, sind zum Theil mit kleinen Seen undSumpfwiesen bedeckt. Auf eben derselben Hochfläche entspringen dieQuellflüsse des Paraguay (gua—i), die an der Gränze des ScaateSParaguay durch die 60 M. lange Sumpfgegend, die zur Regenzeit densogenannten See Larayes (charajes) bilden, fließen. Weiter gegenO. entspringt der Para na und Uruguay; alle drei fließen südlich,um sich mit dem la Plata zu vereinigen. Der Parana hat viele

*) Gewöhnlich rechnet man den Tocantines zu den Nebenflüssen des Maran-hon; aber beide stehen in keinem anderen Verhältnisse zu einander, alsder Bramaputra zum Ganges.