Band 
Zweiter Theil.
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Brasilien.

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Wasserfalle, deren größter Gnayra (a—ira) unter 24° Br., wo diei» dem bisher 2lvOF. breiten Bette bis auf 180 F. durch Felseneingeengte Wassermasse sich mit entsetzlicher Wuth 52 F. tief herabstürzt;ein anderer Wasserfall Urabapnnga ist unterhalb der Mündung desTiete, wo der Fluß eine Meile breit ist. Der Parana sowohl als derUruguay tritt im Sommer aus den Ufern. Im O. des höchsten mitder Küste parallel laufenden Gebirges fließt der St. Francisco,der nach langem nördlichen Laufe das Gebirge durchbricht und an derOstküste mündet. Nördlich von ihm ist derParnaiba und Pinarc.Der größte Küstenflnß in S. ist der Paraiba, Brasilien hat ver-schiedene Bcrgseen, z. B. den Parapitinga in Goyaz, aber keinenvon bedeutender Größe; an der SO. Küste hat der Rio gründe deS. Pedro die durch eine schmale Erdzunge fast ganz vonr Meere ge-trennte große Lagune de losPatos gebildet. So wie die äußereGestalt des Bodens sehr verschieden ist, so auch der innere Gehaltdesselben. Die großen Ebenen in N. haben zur Regenzeit dasfrischeste Grün, sind aber in der trockenen Zeit völlig dürre; ein großerTheil dieser Gegenden, besonders in S. deS Maranhon, ist mit dichterWaldung bedeckt, durch welche die Flüsse allein die einzig möglichenWege bilden. In S. an den großen Flüssen finden wir ebenfallsFlächen, die zu den südlichen Pampas gehören. Die Hochflächen desInnern der Campos Parexis oder dos Parecis (von einemJndianerstamme so benannt) bestehen aus langgestreckten hohen Sand-hügeln, deren Oberfläche sehr locker und nur spärlich mit stacheligenPflanzen bedeckt ist, zwischen denen ziemlich häufig Quellen hervorbre-chen, in deren Umgebung Sumpfpflanzen wachsen, aber die Thälerzwischen den Gebirgen, die von unzähligen Gewässern getränkt werden,bieten das Bild der höchsten Fruchtbarkeit dar, und die östlichen Ge-birge sind mit unermeßlichen Waldungen bedeckt. Nur ein kleinerTheil des Landes, vielleicht ^ des Ganzen, meistentheils an den Kü-ste», wird von Menschen cultivirt; alles Übrige liegt noch in natür-licher Wildheit da. Unglaublich ist hier die Üppigkeit der Natur undim eigentlichen Sinne des Wortes unübersehbar die Menge der Pro-ducte dieses herrlichen Landes, welches bei dem großen Reichthume sei-ner tropischen Natur, die Plagen vieler anderer Länder, Vulkane, Erd-beben, Orkane nicht kennt und für Europäer mit wenigen Ausnahmendas gesundeste Klima hat. Brasilien, ein völliges Tropenland, hat inseinem größten Theile eine sehr milde Luft, nur die Ebenen in N.sind sehr heiß, aber selbst die Hochflächen haben keine rauhe Luft. DieGebirge und Waldungen geben dem Klima eine sehr angenehme Tem-peratur, besonders an der Küste, wo Seewinde die Hitze noch mehrmildern; in Rio Janciro ist die Warme nie über 27° R. Groß istauch hier, wie in den meisten Tropenländern, der Unterschied derWärme am Tage und des Nachts. Die vielen Wälder theilen derLuft eine reiche Dunstmasse mit und bewirken dadurch häufige Regen,besonders in unseren Wintermonaten, wenn die Sonne hier ihren höch-sten Stand hat. An der Küste herrscht vom März bis SeptemberSüdwind; vom Oktober bis Februar Nordwind. Die Regenzeit ist