Band 
Zweiter Theil.
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Niederländische, Dänische und Schwedische Inseln. 437

liesscrn und sich zum Theil bis an das User erstrecken. Wichtig durchSichlcichhandel.

4) Lurnssao an der Küste von Venezuela in Kolumbien, — 8^Q M-13„700E. (6000 Sklaven); wie die vorigen bloßer Felsen, dem nurNicder-lämdischer Fleiß einige Products abgewinnt; auch Schleichhandel. Die In,seb ward 1529 von Spaniern besetzt, 1634 aber von den Niederländern erobert.D'ie Hauptstadt Wilhelmstadt zeichnet sich durch Reinlichkeit aus. HafenS>r. Anna Bai an der S. Küste. Daneben die unbedeutenden Felseninsel-chcen Avuba oder (Lena, BnenAyre und die Aves Gruppe. Merkwürdigist Aruba durch das daselbst 1824 entdeckte Gold, welches sich zum Theilin pfundschwercn Stücken findet; 1826 fand man 71 Pf. Gold.

L. D änisch eB esitzung en, 8^ O.. M. 45,000 E. (37,000 Skla-ve:»). Won den Jungfern Inseln gehören hierher:

1) Sr. Lroix — 5Q-M. 32,000 L. Schon um 1640 waren hier Fli,bustiers angesiedelt; seit 1646 behaupteten die Engländer unter ihnen dieOlbcrhand, wurden aber von den Spaniern (1650) und diese wieder 1651von den Franzosen vertrieben, die aber 1696 von der Regierung nach St.Domingo versetzt wurden; 1733 wurde die Insel an Dänemark verkauft.Sehr fruchtbarer Boden und guter Anbau; Mangel anTrinkwasser. Haupt,prvduct ist Zucker, weniger Baumwolle. HauptstadtLhristianostadr. DreiHcl'rnhuter Missionen.

2) Sr. Thomas — itzQ-M. 8000 E-, zuerst um 1648 von Niederlän-dern angebauet, dann von den Engländern erobert und 1671 an Däne-mark abgetreten- Brandenburgische Cvlonie 1685 gegründet. Hauptstadtgl-N- und 2 Miffionsplätze.

3) Sr. Jean — ißQM- 5000E., 1697 von Dänemark in Besitzgenommen, aber erst 1717 bevölkert- Zwei Herrnhutcr Missionen-

k. Schwedische Besitzungen.

Die Insel Sr. Barrhelemy zwischen St. Martin und Barbuda —2^ Q-M- 1600 E- Die ersten Französischen Anbauer kamen um 1650 vonSt. Christes; 1784 wurde die Insel an Schweden abgetreten. Obgleichmit nicht fruchtbaren Boden bringt die Insel doch ziemlich viel Baumwolle,auch etwas Zucker hervor- Salzseen. Hauptstadt Gustavia mit demHafen Larenage, 900 S.

O. Unabhängig von Europäer».

1) Haiti, früherhin St. Domingo (18—20° N.)^ 1350Q. M. 1824 — 935,000 (420,000, aber nach Anderen 1826 —1,200,000) E. Ausgezeichnet durch fruchtbaren Boden; im Innernist ein ebenes, reich bewässertes Hochland, von Bergketten durchzogen,die bis 6000 F. hoch sind, voll herrlicher Tbäler und großer Savan-nen; die R. und W. Küsten sind steil und felsig, bieten aber eineMenge Busen und Häfen dar. In O. ist das hohe in alten Zeitendurch Goldreichthnm berühmte Bergland Cibao, dessen Gipfel sogarüber 8000 F. hoch sein sollen. Die fruchtbarsten Theile der Inselsind die Ebene von Cap Haiti en, die östlichen LlanoS und