Band 
[Dritter Band.]
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Die Arbeiterbewegung und der Socialismus.

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3. Die Kommnnistenvereine, aus Deutschen und Schweizern bestehend,'die Tendenz derselben ist die Befreiung der ganzen Menschheit, die Ab-schaffung des Eigentums, der Erbschaft, des Geldes, der Belohnungen,der Gesetze und Strafen und eine gleiche Verteilung der Arbeiten undGenüsse nach den natürlichen Verhältnissen."

Anfänglich alles von der Meinnngspropaganda erwartend, denArbeitern die Enthaltung voin Trnnke, nntadelhaften Wandel und fleißigeArbeit aus Herz legend, kam er später auf den Gedanken, man müsse,wenn seine Lehre verfolgt werde, einenfürchterlichen Brander loslassen". Dann muß eine Moral gepredigt werden, die noch niemand zu Predigenwagte." Er sprach von einemstehlenden Proletariat" und der Weiber-gemeinschaft, worauf ihm einer seiner Freunde aus Paris schrieb:Wirbeschworen dich, ebensowenig den Diebstahl als die Weibergemeinschastzu predigen, nieder mündlich noch schriftlich", und viele Gründe dagegenanführte. Die Weibergemeinschaft habe die Wiedertäufer in Münster zu Grunde gerichtet, und die Sitte, das Stehlen zu verachten, sei, wennauchkeine Natnrsittc", wie Weitling bemerkt habe, so docheine ange-nommene Universälsitte".

Wie wir. erfahren haben, verhielten sich die Schweizer gegen denKommunismus ablehnend,' nur in den Kantonen Bern und Aargansind einige dem Verein, der in Weitling sein Haupt Hatte, beigetreten.Weitling selbst wurde, als er in Zürich wohnte, verhaftet, zu einerGefängnisstrafe verurteilt und ausgewiesen. Über die Untersuchung hatDr. Blnntschli, der spätere Heidelberger Professor, im Namen einerNegiernngskommission Bericht erstattet, und darin heißt es:ES isteine beachtenswerte Thatsache, daß die kommunistischen Verbindungen,welche sich seit ein paar Jahren vornehmlich in der Schweiz bildeten,nur sehr wenige Anhänger unter gebarnen Schweizern fanden. Dernüchterne, berechnende, das Eigentum liebende Sinn der Schweizer be-wahrte sie bis jetzt vor dieser ansschweisenden Lehre."

Nur wenige Jahre noch vermochten die Kommnnistenvereine sich zuhalten.