Bon der Zuckerslederei. Colonialzucker. Läuterung. 167
Schon durch bloßes Erhitzen entsteht eine Gerinnung. Avequin fand indem auf diese Art erhaltenen Niederschlag aus dem Safte des gebanderten Zu-ckerrohrs :
Gummi, dem Kirschgummi ähnlich .
. 50,25
Grüne Substanz (Chlorophyll) . . .
. 10,05
Eiweiß mit Theilchen von Holzfaser .
. 22,78
Phosphorsaurer Kalk.
. 3,35
Kieselerde.
100,50
10 Litres Saft gaben 15 Grammen von diesem Niederschlage. Ucsprung-^ch ist die Phosphorsäure als ein saures Salz vorhanden; deßhalb werdenä- B. kupferne Gefäße sehr schnell unter Bildung von phosphorsaurem Kupfer^gegriffen. Der Kalk dagegen verwandelt dieses Salz in basisch phosphorsau-tc $, er verbindet sich mit der Kieselerde und den organischen Substanzen, und^fördert so die Fällung der fremden Stoffe sehr wesentlich.
Das durch die Läuterung ausgeschiedene muß sich an der Oberflache derFlüssigkeit zu einem dichten, schmutzigen Schaume ansammeln, der sich durchAufwallen nur spaltet, nicht zertheilt und leicht mit einem Schaumlöffel^genommen werden kann. Der Saft verliert durch das Abschäumen 4 bis 5 Proc.
Nachdem die Hauptmasse des Schaumes, die sich zuerst und compact anDasB--si-»-».'e Oberfläche wirft, beseitigt ist, beginnt das Abdampfen oder vielmehr Ein-^chen, wobei der Saft eine nach .der anderen die übrigen vier Pfannen pas-in demselben Schritt als sein Volum abnimmt und frischer Saft nach-Da die Pfannen meist in gleicher Höhe sitzen, anstatt terrassenförmig, was^!str und bequemer wäre, so muß der Saft von Pfanne zu Pfanne überge-werden, wodurch Zeit verloren geht, Zucker verzettelt und noch mehr^rdorben wird. In der zweiten Pfanne, worin also die Concentration beginnt,dir wallende Flüssigkeit noch fortwährend etwas Schaum oder Gerinnseldie Oberfläche und den Rand des Kessels, wo ihn die Neger mit einem hol-den Messer abheben und in die Läuterpfanne zurückwerfen. Aus der vor-^ten Pfanne, worin der Saft bereits eine Concentration von 30" B. erreicht,der Saft in die letzte und kleinste, um darin bis zum Krystallisations-stsnkt gesotten zu werden. Das Sieden geht in dieser Pfanne, welche un-ütelbar über dem Feuer steht, sehr stürmisch vor sich, wozu eine Erscheinung,sich in der ganzen Reihe der Siedgefaße zeigt, ohne Zweifel das ihrigef eitt %, nämlich das Entstehen von Pfannenstein, aus 3 — 4 Linien dickenEckigen Krusten, welche sehr fest an der inneren Pfannenflache sitzen. Ave-fand in solchen Krusten aus einem kupfernen Kessel, nach Zerstörung der^ck>it verbundenen organischen Substanz durch Glühen:
basisch phosphorsauren Kalk . - • • 02,43
kohlensauren Kalk.M5
Kieselerde.^,70
Phosphorsaures Kupfer
99,89