Von der Zuckersiederei. Colonialzucker. Der Rohzucker.
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Die meisten Rohzucker werden in Kisten verschifft; rindere, wie der Ja-D» R°,maica, Domingo und St. Eroix in Fässern; der Manilla und Mauritius indoppelten aus Schilsblattern geflochtenen Sacken. Die Güte dieser Eolonial-waare wechselt von der Weiße, die dem Melis gleichkommt (wie beim weißenHavannah) bis zu den dunkelbraunen, feuchten, klebrig-schmierigen geringstenSorten, durch alle Grade; doch ist die weiße Farbe und trockne Beschaffenheitdie Ausnahme, und die feuchte, braune die Regel. Je grobkörniger, harter, trock-Ner und weißer die Waare, um so höher ihr Werth und ihreTransportfahigkeit*).
In Behältern, worin sich der von den Formen abtropfende Sprup ansam-melt und sich auf die Temperatur der Umgebung abkühlt, scheidet sich ein wei-terer Antheil Zucker von dem Korn eines mäßig feinen Sandes ab und bildetauf dem Boden Schichten von mehreren Zollen. Dieses, natürlicher Weise vielUnreinere Product führt einen besondern Namen (fond de citerne) und betragtUm so mehr, je heißer in die Formen gefüllt wurde, durchschnittlich 10 Proc.
Uom Rohzucker. Die feuchte und schmierige Beschaffenheit, die EinmischungUon vielen Salzen und gallertartiger Kieselerde, von Schleim (Gummi) erklärensich hinreichend, wenn man bedenkt, daß er aus dem abgelaufenen Sprup, d. h.
^r Mutterlauge der ersten Krystallisation hervorgegangen ist. Avequin er-hielt aus 10000 Gramm dieser Zuckersorte:
Kieselerde.
Pbvsphorsauren Kalk.
Schleim oder Gummi.
Färbende Substanz, mit dem phosph. Kalk niedergerissen
Schwefelsaures Kali.
Ehlorkalium.
Essigsaures Kali ..
Essigsauren Kalk.
32,53 Gramm.
43,75
»
48,65
»
2,28
»
50,10
»
67,41
»
65,57
»
12,30
den
322,59 Gramm.
Man sieht daraus, daß der Absatz von phosphorsaurem Kalk sich durchganzen Verlauf der Rohzuckergewinnung fortzieht, und daß die im Saft
^ iiteine, trockne Krystalle von Rohrzucker verändern sich an der Lust, selbst nach sehrtanqer Zeit, durchaus nicht: sie besitzen im Gegentheil eine Haltbarkeit und Be-ständigkeit , welche für den Handelswerth des gereinigten (raffinirten) Zuckers von"^deutendem Einfluß ist. Achnliche Vorzüge können von dem Rohzucker nicht er-wartet werden, der nichts als ein Krystall,nehl von reinem Zucker vorstellt, durchUnd durch benetzt und befeuchtet von Melasse, welche bis fast y a feines Gewichts"rage,, kann, und in der That mehr beträgt, als das Krystallmehl im äußersten»alle davon zurückbehalten kann. Es wird daher auch aus dem Rohzucker noch,klaffe abfließen, sobald sie weitere Gelegenheit sindet. Diese ist ihr bei demSeetransport um so mehr geboten, als sie aus der feuchten Lust des Schiffraumes,^"U'uge ihrer hygroskopischen Natur, Waffer anzieht und dünnflüssiger wird, soup sie fortwährend aus den Fugen der Verpackung aussickert. Die auf diese Artsursachten Verluste, Leckage genannt, sind sehr bedeutend. Dutrone giebt an,o st-U°n den jährlich von Domingo nach Frankreich verschifften 120 Millionen PfundDie y ^ur 96 Millionen in Frankreich ankommen, also 20 Prvcent verloren gehen.27 r>nF^uge von den englischen Colonien wird auf wenigstens 12 Procent, alsouuo Tonnen jährlich angeschlagen!