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Zweiter Band.
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Von der Zuckersiederei. Colonialzucker. Die Raffinerie.

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keit die Erfahrung zu entscheiden hat. Alles derartige beschrankt sich bisjetztauf die Ermittelung des relativen Farbungsgrades mittelst Knochenkohle inVersuchen in kleinem Maaßstabe.

Man sieht hiernach ein, warum der Gewinn des Raffineurs mehr vonder genauen Kenntniß des Handels oder, mit andern Worten, einer sicher lei-tenden Erfahrung in der Auswahl des anzukaufenden Rohzuckers abhängt, alsvon der technischen Leitung des Betriebs.

Jeder Fortschritt in der Erzeugung besseren Rohzuckers ist ein Fortschrittin der Raffinerie. Dies ist der Grundsatz, aus welchem zunächst alle Bestre-bungen zur Hebung des Plantagenbetriebs hervorgehen müssen. Das weiterenoch ferne Ziel, welches im Auge behalten werden muß, ist die unmittelbareErzeugung von rassinirtem Zucker aus dem Saft, mit Umgehung der Zwischen-stufen.

a) Das Schmelzen.

Das Entleeren der Kisten oder Fässer, wobei sie auf einen reinen geplat-leten Boden umgestürzt werden, bietet insofern einige Schwierigkeit, als eineQuantität Zucker fest an den Dauben oder Wanden hängen bleibt, die zu groß'st, als daß man sie verlieren könnte. Sie betragt um so mehr, je klebrigerder Zucker war, und kann mit viel weniger Unkosten, Zeitaufwand und Mühe,als es durch Herauskratzen möglich ist, nach dem Verfahren nach Beguet zu

^Ute gemacht werden. Das Faß wird hiernach über eine gewölbte, kupfernePlatte von der Form eines flachen, umgekehrten Kessels gestürzt. Durch die^itte der Wölbung geht ein Dampfrohr, und der Rand ist so aufgebogen, daß^ ringsum eine Rinne bildet. Laßt man nun einige Minuten Dampf in das»aß streichen, so wird sich dieser an den Wänden verdichten und mit dem an-fangenden Zucker sättigen. Diese Lösung sammelt sich in der Rinne und wird^astweilen in den mit Dampfheizung versehenen Schmelzkessel gelassen, wahrendan den Zucker durch ein Sieb abschlagt, um die Klumpen zu entfernen, die' e Auflösung unnöthig verzögern würden. Zu diesem Zucker fügt man nun-°hr soviel Wasser in die Schmelzpfanne, daß es mit dem in jener LösungReinigen der Fässer beiläufig 30 Proc. betragt und erhitzt durch Zulassen^ Dampfes, nicht zum Sieden, sondern nur soweit, daß eine rasche Lösung^algr. Die Bildung dieser concentrirten Lösung, die der Ausgangspunkt des^afsinirens ist, heißt die »Schmelzung«. Der geschmolzene Zucker wird so-in die Lauterpfanne gelassen, die leergcwordene erste Pfanne zu einer^Uen Schmelzung beschickt u. s. f., so daß in der Regel eine einzige Schmelz-

ringsum eine Rinne bildet. Laßt man nun einige Minuten Dampf in das

"Ne hinreicht, eine größere Raffinerie zu versehen.

k) Die Läuterung; erste und zweite Filtration.

T^ach der Beschaffenheit des Rohrzuckers kann es nicht befremden, daßnie eine klare Auflösung giebt. Die Trübung rührt von mechanisch^ vgenden. fefir f,(ntfn IptwUi'kor» her St« hpm 3lirfo>r nnrf\ ttnn howt

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anhangt und wird durch mechanische Unreinigkeiten vermehrt,