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Zweiter Band.
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176
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176 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.

Die Lauter, mg.die von der Verpackung herstammen. Besonders die ersteren sind so feinflockigund zertheilt, daß.sie durch alle Seih- und Filterapparate hindurchgehen. Diesist der sehr triftige Grund, warum man auf die Anwendung des Ochsenblutesnicht ganz verzichten kann, ungeachtet der Zucker durch die große Neigung desBlutes zu Zersetzungen dadurch leicht gefährdet wird. Durch die Gerinnungseines Eiweißes werden nämlich alle suspendirte Unreinigkeiten zusammengerafft,in größere, zusammenhangende Flocken vereinigt und dadurch die Abscheidung der-selben mittelst Durchseihen so erleichtert und so vollständig, daß das Blut nichtleicht durch einen andern Stoff ersetzt werden kann. Da aber die Vorsicht ge-bietet, nicht mehr Blut zuzusetzen, als dieser Zweck durchaus erfordert, so be-gnügt man sich mit % Pcoc. vom Rohzucker beiläufig, unterstützt aber die Wir-kung des Bluteiweißes durch Zusatz von 3, 4 bis 6 Proc. Knochenkohlenstaub,welcher auf diese Art zugleich zweckmäßig verwerthet wird. Weil viel auf diegleichmäßige Zertheilung des Eiweißes in der Zuckerlösung ankommt, so zer-rührt man das Blut zuerst mit einem kleineren Theile derselben und rührt danndieses Gemisch mit dem Inhalte des Kessels durch einander, dessen Temperaturnatürlich vorerst unter der Gerinnungstemperatur des Eiweißes (70" C.) seinmuß. Dies darf übrigens nur einige Augenblicke dauern, damit das Blutkeine Zeit hat, sich zu verändern, oder nachtheilig einzuwirken, worauf man denDampf in die Heizungsröhren zuläßt, um die Zuckerlösung so rasch wie mög-lich zum Aufwallen zu bringen. Das Blut-Eiweiß wird alsbald mit allen un-gelösten Theilen nebst dem Kohlenstaub als ein dicker, zusammenhängenderSchaum an die Oberfläche geworfen, und sondert sich von der vollständig kla-ren Auflösung, die durch die Kohle zugleich etwas entfärbt ist. Nach geschehe-

DieFlliration-Ner Gerinnung wird die klare Zuckerlösung unverzüglich durch ein Taylor-sches Filter gelassen.

In ihrer Umhüllung mit Eiweiß sind die suspendirken Unreinigkeiten näm-lich unfähig, selbst durch ein grobes Filter zu gehen, würden sich jedoch in Folg?weiterer Behandlung wieder zertheilen und die Entfärbungsfilter verstopfen odermit durchgehen. Daher die Abseihung durch die Taylor'sehen Filter; nia"zieht zuweilen vor, mit denselben von außen nach innen zu siltriren, weil dasFilter dann bequemer zu reinigen und langer dauert. In diesem Falle n>ußein Weidengeflechte in jeden Schlauch geschoben werden, um ihn aus einand^zu halten. Die Filtration durch diese Schläuche geht so rasch, daß die gewöh^liche Beschickung des Schmelzkessels von 7 Centner Zucker nur 15 bis 20nuten braucht. Das Durchgelaufene gelangt zuerst in Behälter, von wo a"es sofort auf die Dumont'schen Kohlenfilter zur Entfärbung vertheilt wir 'Wenn diese gut im Stande sind, so müssen sie ein Quantum Syrup entfärbe"/welches das Vierfache vom Gewicht des angewendeten Beinschwarzes an Zu *enthält. Die Filtration dieses Quantums erfordert 15 bis 20 Stunden. Ddurchgegangene Syrup, das Klarsel, wird in einem neuen Reservoir ausösammelt, woraus die Siedepfannen gespeist werden.

c. Das Verkochen.

Das Sieden über freiem Feuer ist in den meisten Rafsinerien eingega"^