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Zweiter Band.
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Von der Zuckersiederei. Der Colonialzucker. Die Raffinerie. 177

und durch Dampf geheizte Pfannen, gewöhnlich Vacuumpfannen, ersetzt. Dieörtlichen Umstände, Preis des Brennstoffs, Wasserzufluß rc. entscheiden, welchemder Vacuum-Siedapparate der Vorzug zu geben ist. Man verkocht das Klar-stl bis 420 430 $b. bei einer Temperatur von 110 bis 115° C.

d. Das Körnen und Füllen.

Nach beendigtem Verkochen ist das Klarsel so concentrirt, daß sein Zucker PrinzipUur vermöge der hohen Temperatur in Lösung erhalten ist und folglich ein Theildurch Erkalten ausgeschieden werden muß. Diese Krystallisation, durch Erkalten,

°der die rasche Krystallisation ist das Princip, welches gegenwärtig derDarstellung des Zuckers in Broden zu Grunde liegt. Früher war dies, bei-läufig bemerkt, nicht der Fall, wo man sich der langsamen Krystallisa-tion bediente und das schwacher eingekochte Klarsel einer langsamen Verdün-nung in geheizten Räumen unterwarf, also den Zucker nicht durch Temperatur-^uiedxigung, sondern durch Wasserentziehung zwang, sich abzuscheiden. Die-Ns Verfahren erfordert bei weitem zu viel Raum und Zeit und wurde deshalbaufgegeben.

Aber auch die rasche Krystallisation kann mehr oder weniger rasch gesche-hn und wird darnach größere oder kleinere, gleichere oder ungleichere Zuckerkry-ulle liefern, was im Interesse der Reinigung des ersten Anschusses nichts we-h^r als gleichgültig ist. Es kann nämlich diese Reinigung, das sogenannte. ^en, nur dann mit Erfolg ausgeführt werden, wenn der angeschossene ZuckerHaufwerk von kleinen Krystallen ist, d. h. ein gleiches und feines KornJe ungestörter und langsamer die Abkühlung erfolgt, je größer undd.htigebildeter die Krystalle. Der vorliegende Zweck verlangt daher, daß die Ab-itstug beschleunigt und wenigstens im Anfang gestört wird; je großkörnigery? harter der Zucker, je rascher und je gestörter; um so leichter, poröser under der Zucker. Ueber diese untere Grenze hinaus werden die Schwierig-en der Reinigung so groß, daß sie unvollkommen bleibt und keinen trocknen,

^ weichen Zucker liefert. Es ist also eine gute Reinigung nur möglich,die Abkühlung in einem bestimmten Grade beschleunigt und die Krystalli-l0tt gestört wird.

concentrirte Lösungen von Salpeter, Alaun rc. geben durch rasches? ten Einen förmlichen Niederschlag des überschüssigen Salzes. Bei Zuckernie der Fall, eine eigentliche Pracipitation ist bei seiner Neigung zumkj^hphismus nicht möglich, wonach man den Begriff der »raschen Krystallisa-äu bemessen hat. Auch verdient es besondere Beachtung, daß der Syrup^ Eoncentrativn keineswegs gänzlich vor der Einwirkung der Lust undjegeschützt und der Zucker in demselben um so mehr verändert wird,

bf 1 während der Krystallisation und beim Abtropfen, der sehr warmen

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Krystailisationsräume ausgesetzt 'st- * den Formen,

d. b D'e eigenthümliche verworrene Krystall, atwn, ^ bilden, verlangt,W‘ ' n den Gefäßen vor sich gehen muß, worin sch ^ bnmme und die

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