Band 
Zweiter Band.
Seite
190
JPEG-Download
 

Chemischer

Bestand.

Einfluß derEntwicklungs-stufe

und

der Cultur.

190 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.

4 — 8 Unzen Gew. — 10 — 13 Proc. Zucker,

8 — 16 » » — 9 — 12 »

16— 32 » » — 8 — 11 » »

32 — 64 » » — 7 — 10 »

zu Tobolsk in Sibirien die Rüben von 16 — 19 Unzen 4 % ProcentZucker.

Ferner hat Peligot gezeigt, daß die Rüben in allen Epochen ihresWachsthums, mit Einschluß der Blüthenzeit, ein gleiches Verhältniß des Was-sergehaltes zu den festen Bestandtheilen hat, daß also halbwüchsige und ausge-wachsene Rüben, blühende und nichtblühende Rüben nahe gleichviel Rück-stand beim Trocknen hinterlassen. Mit der Periode der Samenbildungdagegen vermindert sich dieser Rückstand rasch, wie folgende analytische Belege

zeigen:

Standort und Zustandder Rüben.

Datum derErnte.

Gewicht.

Fester

Rückstand.

Proc.

Wasserge-

halt.

Proc.

Zuckerge-

halt.

Proc.

Botan. Garten in Paris

2. Aug.

20—25 Grm.

9,5

90,5

5,0

Reife Rübe (spät gesäet)

29. l'cbr.

0,3 Gr.

13,7

86,3

5,9

Botan. Garten in Paris

7. Sept.

800- 900 Gr.

10,0

90,0

7,3

Grenelle.

7. Aug.

300 Gr.

15,5

84,5

8,9

Botan. Garten in Paris

26. Sept.

80—100 Gr.

15,1

84,9

10,0

» » » »

9. Novbr.

150 Gr.

14,7

85,3

—

Reife Rübe, v. Grenelle

15. Novbr.

—

19,6

80,4

14,4

In Blüthe stehende RübeIn Samen stehende, zwei-

—

200 Gr.

16,5

83,5

9,8

jährige Rübe . . .

5,5

94,5

0

Aus den Ziffern der letzten Columne geht hervor, daß der Zuckergehaltder Rüben sich mit dem Wachsthum derselben allmählich mehrt und in einemgewissen Zeitpunkt vor der Reife seinen Höhepunkt erreicht, um von da ab m>tder Samenbildung wieder zu verschwinden. Insofern die Summe der festen Be-standtheile ungefähr gleichbleibt, muß man schließen, daß (abgesehen vom Zucker)vor der Reife ein gewisser Bestandtheil abnimmt und nach der Reife ein änderet(Holzfaser?) zunimmt. Was man hier bei den Rüben in Beziehung aufden Zucker die Reife nennt, ist in chemischer Beziehung ganz verschieden rn>tder gleichnamigen Entwicklung des Zuckers der Früchte, welcher nicht von allemAnfang an vorhanden ist, sondern mehr mit einmal in einer bestimmtenspateren Periode auftritt und in bestimmter Beziehung zu den PflanzensaMren steht.

. Die Cultur übt ihren sehr bedeutenden Einfluß vermittelst der Ausmaßdes Bodens, der Fruchtfolge und der Düngung aus. — Ein schwerer, Pr*Boden vertheuert die Bearbeitung, erschweret die Ernte und zwingt die Rbenwurzel mehr Nebenäste und Zweige zu treiben, welche die Reinigung e