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Ch,MischerBestand.
Einstuftder Cultur;
Von der Zuckersiederei. Der Rübenzucker. Die Runkelrübe. 191
schweren und sehr ungern gesehen sind. Ganz leichter Sandboden giebt dagegenzu geringen Ertrag. Eine gute Bewirthschastung muß daher zwischen beidenExtremen die passende Mitte suchen, also z. B. einen leichten Thonbodenund die Abart der Rüben wenigstens nach den gegebenen Umstanden auswählen.—
So sehr ein gewisser Humusgehalt des Bodens das Gedeihen der Rüben be-fördert, so gewiß ist doch eine zu starke, oder zu frische Düngung dadurchUachtheilig, daß die Rüben alsdann zu viel Salze aufnehmen, welche die Ver-arbeitung des Saftes, nach theuer bezahlten Erfahrungen, ungemcin erschweren.
Darum ist es überall Regel, nach der frischen Düngung wenigstens eine, ge-wöhnlich zwei, selbst drei Ernten anderer Art, den Rüben vorausgehen zu lassen.
3um Düngen unmittelbar, wählt man Asche und ähnliche Abfalle, welche durchihren Gehalt an mineralischen Substanzen wirken und nicht, wie der Stalldünger,bie stickstoffhaltigen Bestandtheile der Gewächse vermehren. Es ist ebenfallsvon Einfluß, ob man die Rüben unmittelbar auf den Acker säet, was dasgewöhnliche ist, oder dahin aussetzt, weil davon die frühere oder spatere Reifeber Ernte sehr abhängt. Nach Kvchlin gewinnt man zwei Monate an dergewöhnlichen Dauer der Reife, wenn man die Pflänzchen unter Glasbeetenzieht, also treibt und dann im März aussetzt. Sie erreichen dadurch, wennwan sie völlig auswachsen läßt, ein Gewicht bis zu 30 Pfund und die Hek-lareLand soll dem Gewicht nach vier (?) mal mehr als gewöhnlich liefern, wov>an in geringen Jahren mit 50,000, in guten Jahren mit 80,000 Pfund^on der Hektare sehr zufrieden ist.
Die Rübe bedarf Feuchtigkeit (besonders in der ersten Zeit) mit Wärme,«,«b>°nn sie sich zu genügendem Umfang und guter Qualität entwickeln soll.
«m Ueberfluß von Feuchtigkeit wird sehr rasch von der Rübe aufgenommen,hat in einem Fall beobachtet, daß der Gehalt des Saftes nach Regen in^nigen Tagen um 2° B- sich verminderte. Zu trockne Witterung vermehrtetl Zuckergehalt des Saftes, vermindert aber den der Ernte, weil sie die Rü-^ nicht zu gehörigem Umfang wachsen laßt; zu nasse Witterung hindertdas Wachsthum nicht, vermindert aber gleichfalls den Zuckergehalt der,vte, weil sie den des Saftes vermindert. Daher der Nachtheil in Jähr-igen von extremer. Witterung; Crespel erhielt bei gleicher Methode der^brikation im Jahre 18^/zg 8Proc., im folgenden Jahre nur öh^Proc. käuf-ltf)s n Zucker.
Man kann als einen allgemeinen Uebelstand, der mit dem Clima zusam-^vhängr, das späte Reifen der Rüben hinstellen, wodurch die Ernte in dieJahreszeit fällt. Ein Himmelstrich wie das südliche Frankreich ist in derZiehung geeigneter, als der von Nordfrankreich und Deutschland,i Unter den zufälligen Einflüssen, welche die Rübenernte mitunter bedro-
Öeci) ‘ ent bie im Jahre 1846 von Kuhlmann und Payen in Frank- Kiibm -f>ef Belgien beobachtete Rübenkrankheit Erwähnung. Bei den davontten ^"ben zeigen sich, während die Blätter welk und hinfällig werden,st^^^une Flecken an der Schaale, welche sich allmählich über die ganze Ober-. ausbreiten und zugleich nach Innen fortschreiten, wobei das Fleisch hart,ä ' 9 ' der Saft spärlich, arm an Zucker wird und eine alkalische, statt der