Zuckerstederei. Rübenzucker. Läuterung des Saftes. 21 t
zung angenommen, und aus dem letzteren einen besonderen Decanthirhahn er-dacht.
Der Lauterkessel, Fig. 40, ist aus Kupferblech. Der cylindrische Sturza ist an den Bodentheil b von der Form eines Kugelabschnittes, mittelst Flant-
Fig. 40.
schen und Schrauben befestigt. Das Bodenstück ist mit einem gußeisernenMantel cc versehen, so daß ein Zwischenraum zwischen beiden zur Dampfhei-zung bleibt; er empfangt den Dampf durch das Rohr d und f, wahrend dieverbrauchten Dampfe und das condenstrte Wasser durch das Rohr g abziehen.Der Decanthirhahn besteht aus einer, fest in die beiden Böden eingelassenenHülse, und dem eigentlichen Hahn mit seinem Griff i. Beide sind mit dreiüber einander befindlichen Oeffnungen, Fig. 41, versehen;bei dem eigentlichen Hahn sind diese senkrecht in einer Linieüber einander, bei der Hülse dagegen steht jede folgendeum einen Bogen von 900 von der vorhergehenden ab. Aufdiese Art kann nur immer eine Oeffnung der Hülse mit derentsprechenden des Hahnes zusammentreffen; ist die Stellungdesselben z. B. so, daß die obersten Oeffnungen offen sind, sowird die Drehung um % Umkreis die mittlere, um den hal-ben Umkreis die untere Oeffnung, und um % Umkreis allezugleich schließen. Man kann daher durch bloße Drehung des^ahns, die Flüssigkeit aus dem Kessel nach einander von zwei verschiedenen'övhenpunkten und zuletzt vom Boden ablassen.
Mg. 41.
Die Beschaffenheit des Saftes ist aus mehrerwahnten Gründen keine^ichbleibende, so daß bald mehr bald weniger Kalk zur Läuterung erforder-3 ist. Es ist darum eine sehr empfehlenswerthe Maaßregel, um wenig-es bflg e^e sicher zu haben, baß man den Kalkbedarf zu der ganzen Cam-^3ue auf einmal zu einem homogenen zarten Brei ablöscht. Man braucht^bann nur zu bestimmen, wie viel Maaßthelle Wasser zu einem Maaßtheil"lkbrei gesetzt werden müssen, um eine dickliche Kalkmilch zu erzeugen, undtc viel Maaßtheile dieser Kalkmilch jedesmal zur Läuterung nothwendig sind,
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DuLäuterpfannk.
Verfahren.