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Zweiter Band.
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Zuckersiederei. Rübenzucker. Läuterung des Saftes.

Brande empfiehlt auf 100 Quart Saft lf /4 Pfund Gppsmehl zuzusetzenr-,„„r„ng mitund zum Sieden zu erhitzen; der klar gewordene Saft soll dann durch Wollen-zeug siltrirt und in einer zweiten Operation mit Kalk behandelt werden.

Bekanntlich fallt der Gyps Eiweiß und ähnliche Körper, welche nur durchVermittlung von Alkalien aufgelöst sind S. 30; auch werden viele andereSalze der Alkalien zersetzt. Da man aber den Kalk nicht entbehren kann, sobietet der Gyps keinen reellen Vortheil.

Bouche hat neuerlich vorgeschrieben, den Saft erst mit 1,5p. m. Alaun,und dann mit Kalk zu kochen. Die Anwendung des Alauns geschieht aber ston,™,,weit besser nach dem, schon 1812 pat. Verfahren von Howard, welcher eineLösung von Alaun mit hinreichender Kalkmilch niederschlagt; der Niederschlag,durch Decanthiren und Abtropfenlassen auf Leinwand von dem schwefelsaurenAlkali befreit, ist das Lauterungsmittel (smings). Er besteht aus überschüssigemKalk und Gpps einerseits, die in bereits angedeuteter Weise wirken, und ausThonerde andererseits, welche sich mit organischen, besonders färbenden Stoffenniederschlagt. Natürlich würde gegenwärtig der Alaun durch schwefelsaureThonerde (Th. I. S. 483.) zu ersetzen sein. Diese so rationelle Läuterung istauffallend wenig angewendet worden, vielleicht weil Thonerde (so wie Eisen) inZuckerlösungen nicht vollkommen durch Kalk unlöslich wird.

Noch sind einige andere Vorschlage hier zu erwähnen, welche ähnlich, wieKuhlmann mit der Kohlensaure, die Abschätzung des überschüssigen Kalkesnach der gewöhnlichen Läuterung bezwecken.

Acar wendet Pektinsaure, nach Vraconnol's Methode dargestellt, an;»», »tmnThomas und Delisse schlagen Kleefarne, Mialhe die kleesauve, Malletdie Weinsäure Thonerde vor; Klee-, Pektin- und Weinsäure bilden in diesemFalle unlösliche Salze mit dem Kalk, und fallen mit, der Thonerde nieder,welche zu gleicher Zeit färbende und andere noch vorhandene organische Stoffewir fortnehmen soll. Doch möchten die freien Alkalien diese Wirkung zumTheil vereiteln. Der viel zu hohe Preis jener Salze hat bis jetzt die An-wendung im Großen nicht zugelassen.' Wilson empfahl schwefelsaures Zink-°kyd in gleichem Sinne; Decock den Gecbestoff, welcher bekanntlich mitmeisten eiweißartigen Körpern unlösliche Verbindungen bildet. —

e. Abdampfung des geläuterten Safte;

^ Es würde ein gans unberechenbarer &eivinn sein, wenn der Rübensaft^kch die Läuterung von sämmtlichen fremden Stoffen befreit werden könnte.

dem nicht so ist, erhellt aus dem S. 210 Gesagten. Es bleiben viel-.% nach der Läuterung in dem Safte außer dem krystallisirbaren Zu-er , noch:

[ e - Ein Theil der stickstoffhaltigen Substanzen, insbesondere die"rpdirbare, sich an der Luft schwärzende; Kalk, theils mit Sauren zuSalzen, theils mit Zucker zu löslichem Zuckerkalk verbunden; Kalis,.^lron; Amr

kel-

und

moniak; B ittererd e.(?) als (Chlormetalle), Schwe-alpetersaure Salze; Traubenzucker und die durch dessen