Band 
Zweiter Band.
Seite
234
JPEG-Download
 

234 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.

welches sich über der Quecksilbersäule von jedem Barometer befindet. DieseEinrichtung hat wenig praktischen Werth.

Die Leistungen der beschriebenen Vacuum-Apparate sowie des Brame-Ehevalli er'sehen sind in dem Kecueil-inclnstriel in nachstehender Uebersichtzusammengestellt worden. Der Verbrauch ist zur besseren Vergleichung auf dieAnnahme berechnet, daß jeder Apparat täglich 300 Hectolitre geläuterten Saftzu 4,5» B., oder in der Campagne zu 140 Tagen, 10 Millionen Pfd. Rübenverarbeitet, und zwar ohne Maceration. Im entgegengesetzten Fall wäre derVerbrauch an kaltem Wasser und an Brennstoff um 21 Proc., die Anschaf-fungskosten um 15 — 18 Proc. zu erhöhen.

Apparat

von:

MittlereTemperatur desHeizdampfes.

Mittlere Tem-peratur des sie-denden Syrups.

Verbrauch ankaltem Wasserin 24 Stundenmit dem Apparat.

Verbrauch anKohlen in 24Stunden mitdem Apparat.

Howard . .

_

70° Cels. '

5264 Hect.Lit.

6800 Kilogr.

Roth . . .

115° Cels..

81° bis 90° C.

4800 » »

6624 ->

Pelletan . .

—

—

4600 » »

- »

Trappe. . .

—

—

4600 » »

—

Degrand . .

110°bis112°,5C.

75° C. bis 87° C.

Keines» »

3300 -

Brame. . .

140° C.

93° C.

Verdampft mitLuft.

9724 »

Die Vacuumpfannen bewirken durch das rasche Sieden, wie es in densel-ben stattfindet, einen nicht unmerklichen Verlust an übergerissenem und ver-zetteltem Zucker, der bei den offenen Pfannen nicht stattfindet. Man hatin dem Condensationswasser 3 — 4 Proc. Zucker gefunden, der bloß davonherrührt.

Die Filter.

Bis zum Anfange dieses Jahrhunderts waren die Filter einfache Durch-seihapparate, mit Wollentuch ausgekleidete Weidenkörbe (Howards Filter)ohne entfärbende Wirkung aus den Syrup.

G<sch,ch,uch,i. Das gegen Ende des letzten Jahrhunderts von Lowitz entdeckte Farbe-vermögen der Holzkohlen, wurde zuerst von Kels 1798 zur Entfärbung derSyrupe angewendet. Ebenso von Schaub in Kassel 1800 und Guillon 1805;bis endlich Figuier 1811 die unschätzbare Entdeckung des noch weit größerenEntfarbungsvermögen der Thierkohle machte, die nicht lange unbenutzt blieb.Denn alsbald schlug sie Derosne zum Entfärben des Zuckers vor, Payenund P luv inet machten ebenfalls Versuche darüber und brachten sie zu allge-meiner Anwendung. Anfangs bestand diese darin, daß man fein gepulverteKnochenkohle in die Klarpfanne brachte und nachher auf dem Filter vom Sy-