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Zweiter Band.
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Zuckerstederei. Volkswirthschastliche Betrachtung. 249

darin gesucht, daß jeder, selbst die klemm Erzeuger von Zuckerrohr, auch eineSiederei betreibt; anstatt daß das Versieben des Saftes zu Rohrzucker von demsch-nlich-».Zuckerrohrbau getrennt, centralisirt und somit die allgemeine Einführung ver-besterter Apparate ermöglicht wird. — Für den Rübenzucker haben wir dieHauptschwierigkeit in dem Mangel eines richtigen Verhältnisses des Rübenbauesmit ihrer Verarbeitung in den Fabriken erkannt. Es ist endlich hervorgehobenworden, daß die Fortschritte beider zu ausschließlich in dem mechanischen Theil,viel zu wenig in der chemischen Grundlage des Verfahrens ihre Richtung gefundenhaben; es bleibt also noch übrig, die Eolonial- und die Rübenzuckerindustrie inihrer gegenseitigen Stellung zur Consumtion und zum Verkehr zu vergleichen.

Vorerst Feststellung des Ertragsverhaltnisses:

Nach der officiellen Ermittlung der französischen Deputirtenkammer überden Betrag der Rübenernten in 9 Departements, hat sich dieser herausgestellt,am höchsten im Departement du Nord (Hauptsitz der Nübenzuckerindu-strie) nämlich zu 35000 Kilo. von der Hektare,am niedrigsten im Departement Eure u. Loire, nämlich zu 8500 Kilo. vonder Hektare,

im Mittel (welchem die Departemens Aisne, Somme, Seine u. Loire undSeine u. Marne sehr nahe, kommen) zu 26400 Kilo. von der Hektare.

Die höchste Ernte entspricht zu 10 Proc. einem Zuckergehalte von 3500 Kilo.

Zucker; davon werden durch die Fabrikation 7s/> Proc., oder 2625 Kilo.,und zwar als Rohzucker gewonnen.

Der geringste Ertrag entspricht einem Zuckergehalt von 850 Kilo., woraus637 Kilo. und

der mittlere Ertrag entspricht 2640 Kilo. Zuckergehalt, woraus 1980 Kilo.

Rohzucker erfolgen.

Dumas giebt an, daß die Quantität Rohzucker (auf 12 Monate berechnet),im Mittel 360g Kilo. per Hektare betrage.

Nach ossiciellen Angaben belauft sich die Production der französischen Co-lonien an Rohzucker zusammen auf 80 Millionen Kilog. Diese werden nachLestiboudois auf 48770 Kwktaren gezogen. Auf die Hektare kommen daherim Mittel 1644 Kilog. Rohzucker.

L. Wray, auf einer 16jahrigen Erfahrung in den Colonien von Ost-,est-Jndien und der Straße von Malacca fußend, rechnet den Ertrag an zurKelter fertigem Zuckerrohr zu 25 bis 30 tons per Acre (=62780 Kilogr. bis^5330 Kilogr. per Hckt.)den Gehalt des Saftes zu 20 Proc. Zucker durch-schnittlich und auf 11 Thle. verkäuflichen Rohzucker 1 Thl. Abfall (Melasse rc.).

Da seiner Ansicht nach durch gute Einrichtung -70 bis 75, ja 80 Proc. Saftwwklich gewonnen werden können, so mußten die Colonisten von der Hekt.:

liefernd

bei 62780 Kilogr. Rohr.

bei 75330 Kilogr. Rohr.

Abfall

trockn. Rohzucker

Abfall

trockn. Rohzucker

70 Proc. Saft

80 » ”

732 Kilogr.785 »

836 »

8057 Kilogr.

8632 »

9208 »

888 Kilogr.641 »

1004 »

9659 Kilogr.10360 »

11050 »

erzeugen, wovon sie nicht die Halste realisiren.