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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Bon der Gährung. Die Hefe. . 273

Hefenschlamm unter starker Vergrößerung, so erkennt man, daß der Nieder-schlag aus regelmäßigen Kügelchen , oder etwas länglich runden Körperchen be-steht, bei welchen man eine Hülle von einem Kern deutlich unterscheiden kann;ste sind mithin wie die primitiven Pflanzenzellen beschaffen. Ihr Durchmesserist von etwa 2,5 und weniger an, bis zu höchstens 10, in der Regel von 5 zu? Tausendtel Millimeter verschieden, so daß 250 bis 1000 derselben nebenein-ander auf den Raum einer Linie und gegen eine Billion in einen Cubik-ZollZehen. In der Umgebung der Hefenzellen finden sich hie und da dunkle Pünkt-chen, vonKrystallen (wahrscheinlich des phosphorsauren Kalks) herrührend, sowiesäst immer Jnfusionsthiere (Vibrionen), ferner Hopfentheile rc., aber niemalsTtarke, denn sie wird durch Jod nicht blau. — Die Hefenzellen schwimmeniNm Theil vereinzelt in der Flüssigkeit; an anderen sitzt eine kleinere Zelle festan, so daß beide durch Schütteln nicht getrennt werden können; endlich siehtaaan andere zu 20, 30 und mehr in ganze Gruppen vereinigt.

Diese Gruppirung ist eine Folge von der Art der Vermehrung der Hefen-Men. Wenn man frische Oberhefe in viel Bierwürze vertheilt und davon einen " ’’

Kopsen zwischen zwei mit Wachs verkitteten Glasplatten bringt, so kann maneinzelne Zelle sixiren und ihre Vermehrung unter starker Vergrößerung beob-achten, wenn die umgebende Temperatur etwa 20° C. beträgt. Auf diese WeiseMitscherlich eine Mutterzelle Nro. 1 Fig. 54, in nicht ganz 3 X 24stunden durch 6, ja bis zur beginnenden 7ten Generation vermehrt, wie die

Fig. 54

G

nocch Stunden