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Die geistigen Getränke. Der Wein. Die Mostbereitung.
einen durch Vermittelung der biegsamen Scheidewand höchst gleichförmigenDruck, beinahe ohne alle Reibung. Da die Scheidewand nie in eine gespannteLage kommt, so kann der Druck auch niemals zerreißend auf dieselbe wirken.
Die Schraubenpressen sollen 60 bis 70 Gew. Proc. Saft aus den Trau-ben liefern.
Der Most, oder Traubensaft, ist eine Austösung der löslichen Bestand-§h-,»isch>rB,.theile der Weinbeeren in Wasser, getrübt durch' feinzertheilte unlösliche Stoffe,
Trümmer des Pflanzenskelettes ic. Die im Saft gelösten Stoffe sind vor-nehmlich :
1) Traubenzucker, in vorwiegender, je nach der Güte der Trauben ver-schiedener Menge, etwa 10 — 30 Proc.
2) Pektin, ein Schleim oder Gummi und nach Einigen, aber wohl irr-tümlich, Starke.
3) Nicht naher untersuchte Farbe-und Riech-, nebst mehreren ebenfalls un-bekannten, indifferenten Stoffen, gewöhnlich unter der Bezeichnung --Extractiv-stoff« verstanden.
4) Mehrere stickstoffhaltige, eiweißartige Körper, darunter Eiweiß; dervorwiegende Stoff dieser Art ist wahrscheinlich Pflanzenleim.
5) Organische Säuren, darunter als vorwiegend und charakteristisch Wein-^ure, mit Kali zu einem sauren Salz verbunden, ferner Citronensaure. DieAnwesenheit von Aepftl- und Milchsäure sind nicht gehörig bewiesen.
Unsere Kenntnisse über die organischen Bestandtheile des Trauben sind,
Man sieht, noch ungemein dürftig und lückenhaft. Die mineralischen Be-nndtheile dagegen sind genauer erforscht. Crasso fand in 10,000 Th.:
Nr. 1.
Nr. 2.
Nr. 3.
Nr. 4.
%i
Natron
17,18
22,12
29,39
18,19
0,09
0,14
0,49
0,77
^alk
A"ererde. |
....sv\l "Lanoxyduloxyd .
KsphorsäE . .
$£*«■» ■ •
^seffäure' |
1,34
1,14
1,39
1,48
0,86
1,61
1,63
1,15
0,19
0,15
0,03
0,12
0,21
0,25
0,04
0,09
3,98
5,64
5,75
4,94
1,34
1,89
1,49
1,42
0,19
0,35
0,20
0,20
0,52
0,71
0,49
0,64
25,90
34,00
40,90
29,00
^ pCci f- bei 60° g.
1,060
1,085
1,080
1,065
odcp
Nr. i.^levners.
Most von unreifen Beeren des blauen sog. KleinburgundersNr. 2. Most von denselben, aber reif. Nr. 3. Dieselben,