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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Das Kochen. 331

aus Kupferblech. Sie dienen zugleich, wie erwähnt, beim Maischen zum Sie-dendmachen des Wassers, der Dick- und der Lautermaische. Bei dem Kochender Maische wie der Würze kann der Zweck nur dann gehörig erreicht werden,wenn die Flüssigkeit jedesmal so rasch als möglich zum Sieden kommt. Beider Construction der Feuerungen, seien diese für Kessel oder Pfannen, ist dies'N der That der vornehmste Gesichtspunkt: daher eine verhältnißmaßig große^ostflache und eine im Verhältniß zum Inhalt der Gefäße bedeutende, undZwar der unmittelbaren Einwirkung des Feuers ausgesetzte Heizfläche. Es ver-ehr sich von selbst, daß eine solche Feuerung nicht zugleich eine ökonomischefä» kann und daß jene so wesentliche Bedingung ein größeres Opfer an Brenn-est erheischt. Dagegen kann man dem Verlust durch indirecte Benutzung derverlorengehenden Warme beikommen. Einige Brauer führen sie unter die Malz-darre (vergl. S. 312 d. B.), andere verwenden sie zum Vorwärmen eines zwei-en Kessels.

Der Rauminhalt der Pfanne oder Kessel hangt ebensosehr von der Brau-wethode, als von der Größe des jedesmaligen Gebräues ab, weil dieses nicht'wnier auf einmal in den Kessel kommt. Bei der bairischen oder böhmischenBrauerei rechnet man s / 5 bis % vom Guß auf den Inhalt.

Eine zweckmäßige Feuerung für Braupfannen (nach Balling) ist inBmupfann.n8>g. 75 im perspectivischen Durchschnitt abgebildet. A ist die Braupfanne,

Fig. 75.

bet!

27 Zoll tief, 60 Zoll breit und72 Zoll lang. Gewöhnlich sindsie schmaler und dann das pas-sendste Verhältniß von Tiefe,Breite und Lange, wie 4:6:9.Der Boden und die halbe Höheder Seitenwande bilden die Heiz-fläche. Die Pfanne ruht auf denPfeilern oo, deren drei an jederLängsseite sind. Zweckmäßiger undbequemer ist es jedoch, die Pfanneauf eingemauerte, durch den Ofengehende Querstäbe zu setzen, weildiese der Flamme weniger Raumversperren und den Pfannenboden

^chtlich starken. Dieser kann dann aus schwächerem Blech und daher wohl-höb? ^gestellt werden. Der Feuerraum B bildet ein, über den Herzraum er-He'°k en trichterförmiges Viereck von dem Umfang des Rostes; r ist die"dter^' ° bCC dazu. Die Flamme bestreicht den ganzen Raum

jfl ^ em Pfannenboden; damit sie sich gehörig nach den Seiten ausbreitet,^ermjt in den Schornstein E durch zehn kleine Füchse, oder Schlucklöcher

^bbfld^^' rings an den Wanden des Herzraumes vertheilt sind (in der

ech rin'^ ^ derselben bei a sichtbar); unter diesen Schlucklöchern laustd Pranger Kanal, welcher die abziehenden heißen Gase aufnimmt und beiden Schornstein führt.