Geistige Getränke. 'Die Bierbrauerei. Das Kochen. 333
desselben hat ihren oberen Drehungspunkt in der Stopfbüchse x, den unterenin der Nabe, welche von den eisernen Streben ee gehalten wird; diese Axetragt am oberen Ende ein Zahnrad b und wird vermittelst dieses und der Kur-del c in Umdrehung versetzt; dadurch werden auch die Arme dd am unterenEnde, und folglich die Kettenbögen in Bewegung gesetzt, die aus dem Bodenschleifen. Durch die um die Walze g gewickelte Kette / zieht man den Rnhr-^ppacat in die Höhe, wenn er nicht mehr wirken soll. — Die Feuerung, welche*nit Hülfe der Fig. 77 verständlich wird, ist mittelst der Zunge N in zwei Half-en getheilt, folglich auch der Rost C ein doppelter. Gerade über dem Feuer,a-so an der heißesten Stelle, ist der Kesselboden, von einem Gewölbe n (ausseuerfesten Steinen) unterfangen; zwischen diesem und dem Roste ist ein Trichter* angebracht, durch welchen die Steinkohlen nachgeschürt werden. Der nor-male Luftzug geht durch Aschenfall und Rost, aber ein zweiter oberer Luftstrom8cht zwischen z und i und zwischen z und n durch, um eine vollkommnereVerbrennung zu bewirken. Die Brustmauer S treibt die Flamme senkrecht auf-wärts gegen den Kesselboden; von da geht sie rückwärts nach t, theilt sich da-selbst, indem jede Halste um die halbe Kesselwand herumgeht, und vereinigt sichWieder bei u, ihrem Eintritt in den Schornstein W. — W sind die Trag-säulen desselben. Nahe über diesen sind die Register, das gewöhnliche bei u undcin zweites, horizontales p am Fuße des Schornsteins, durch welches man vonkalte Luft kann eintreten lassen, wenn die Hitze plötzlich gemäßigt werden^ Die Schlacken der Kohlen werden vom Rost in die Grube q geschobenvon dort in den Aschenfall befördert. — Zum Entleeren des Kessels istt,1,e (in der Abbildung nicht sichtbare) Röhre mit Hahn angebracht.*)
In der Behandlung der Würze mit dem Hopsen finden je nach der Art D»« .«»4,».68 zu brauenden Bieres, insbesondere aber nach Oertlichkeit und Herkommen,Mancherlei Abweichungen statt. Das gewöhnlichste, in Baiern, Böhmen, Eng-rc. gebräuchliche Verfahren besteht darin, daß man den Hopfen nicht mit^ganzen Würze aus einmal, sondern mit getrennten Antheilen (in der Regel^inial) auskocht, mit der stärksten Würze zuerst und der schwächsten zuletzt,wser Weg ist der einfachste und zugleich der wirksamste, weil der Hopfen da-am vollständigsten ausgezogen wird. Sichere Erfahrungen lehren jedocb,eine raschere, und darum vollständigere Wirkung erfolgt, wenn man die?opfenzapftn vorher zerreißt, zu welchem Zwecke auch Maschinen angegeben" nb ; ~~ In jedem Falle ist es rathsam, die Würze, sobald sie sich hinreichend^lärt hat, unverweilt aus dem Würzbrunnen in den Kessel zu bringen, weil’ n längerer Aufenthalt zu große Abkühlung und folglich Gefahr des Sauer-^rdens bedingt. Man erhitzt so rasch wie möglich zum Sieden. Das erste^Üen wirft einen starken Schaum von geronnenem Eiweiß an die^ Ober-tetth' ben man am lösten gleich abnimmt, ehe er sich wieder in der Flüssigkeit^'lt; er jst natürlich besonders voluminös, wenn bei der Würzebereitungn ^"ter- oder Dickmaischkochen stattgefunden hat- Hierauf schüttet man die
*) D
bewettj/ll' im Bauch des Kessels werden Reinigung
und Ausbesserung