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Zweiter Band.
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. von 95° auf 25° C., b. f). Srsch-mungm

1 ' beim Siiljlen.

Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Das Kühlen. 337

stäche treiben, fheils aus dem ersten, noch mehr aus den letzten Gründen; inKühlschiff.,gelegte Schlangen- oder Zickzackröhren, worin ein Strom vonkaltem Wasser'Ärculirt, weil sie zu jähen Strömungen, dadurch aber zu mangel-hafter Klärung. Veranlassung geben, ebenfalls zu umständlich sind und die Rein-haltung des/Kühlschiffs erschweren. Das Förderlichste dürste sein, wenn manstch zu einem solchen Apparat entschließt, die Würze bis zu 40° C. auf demKühlschiff verkühlen zu lassen, wo sie sich hinreichend klart, und dann durchas Schlangenrohr eines Kühlfasses in den Gahrbottich abzuziehen.

Um ^ie Temperatur von 100 Theilen Würze z. ~

70° zu erniedrigen, müssen sich 10,7 Theile davon auf dem Kühlschiff inDampf verwandeln oder verdunsten; sie wird dadurch um diesen Betrag con-^Ntrirt. War ihr Extractgehalt vor dem Kühlen z. B. 12 Proc., so steigt er"ach demselben auf 13,4 Proc. u. s. f.

Für die'Beurtheilung einer gelungenen Kühlung bietet das Ansehen der^ürze ein einfaches, aber sicheres Kennzeichen. Die frisch auf das Kühlschiffausgegossene Würze sieht nämlich, vermöge der darin schwebenden bcaunlich-^lben Flocken, wie Lehmwasser aus; ist die Kühlung aber richtig verlaufen undte Würze klar, so wird der größte Theil des einfallenden Lichtes, vorher von^trübenden Theilchen zurückgeworfen, nunmehr verschluckt; die Würze erscheintdunklem Spiegel, sie »liegt schwarz aus der Kühle.-- Tritt diese^fcheinung nicht ein, so ist es ein Zeichen, daß die Würze schlammig geblieben,

^h- daß die Luft verderbend eingewirkt hat, sei es in Folge von zu warmem^"ter, sei es in Folge von zu hohem Stand der Würze oder mangelhafter^»lichkeit des Kühlschiffes, vor welcher nicht genug gewarnt werden kann.

^ Die Niederschlage, welche sich im Kühlschiff aus der Würze absetzen, von D°«^ Brauern »Kühlgelager« oder »Schifftrub-- genannt, haben einenAppellen Ursprung. Ein Theil davon ist das Gerinnsel, welches sich beim Ko-sn des Bieres mit dem Hopfen bildet und mit in das Kühlschiff geschwemmtein anderer Theil entsteht erst in diesem. Schöpft man nämlich frisch^ klare Würze und laßt diese in einem festverschlossenen Glasgesaße stehen,e. Kleidet sich wahrend des Erkaltens ein nicht unbedeutender flockiger Boden-® aus, der also nicht von der Einwirkung der Lust herrührt. Er erscheintdem Mikroskop amorph (nicht aus Hefenzellen bestehend), löst sich wieder' wenn man die Würze zum Sieden bringt und scheidet sich auf's Neue' wenn sie wieder erkaltet. — Das Kühlgelager betragt, ausgewaschen und ge-°cknet, nach Balling, 'A Proc. des verwendeten Malzes; frisch bildet esfa ln Schlamm, welcher 3 — 4 Proc. vom gekühlten Würzequantum ein=dg^t. Seine Menge ist größer, wenn durch Infusion und mit schwach ge-wit^n^ °k er ungedarrtem Malz; sie ist geringer, wenn durch Decoction und'wrkgedarrtem Malze gemaischt worden.

kgfx ^ stnc ^ c Brauer lassen das Kühlgelager sammt der Würze in die Gahr-ez' was aus erwähnten Gründen keine Nachahmung verdient- Besser istfür Bürger durch Dekantation zu trennen und es für sich zum Getränklan . ag Vieh oder zu Essig rc. zu verwenden. Auch kann es mit weniger Wer-Hopfenseiher über dem Hopsen absiltrirt werden.

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