Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Besondere Einrichtungen. 365
Die Braupfanne mit flachem Boden ruht auf Pfeilern über der sie directheizenden Feuerung. Der Zug geht, in der ganzen Breite des Bodens, zuerstvon vorn nach hinten, kehrt dann durch fünf Feuerrohren, ähnlich denen derLocomotivkessel, die 4 Zoll über dem Boden in die Wände eingesetzt sind, nachzurück, theilt sich daselbst, umspühlt in dazu angebrachten Zügen die Seitender Pfanne und vereinigt sich wieder in der Esse. Von hier an dienen die ab-ziehenden heißen Gase zur Heizung der Darre und zwar in doppeltem Sinne.Zwischen der Pfanne und Darre ist ein Luftheizungsapparat, d. h. ein eisernerKasten mit senkrechten Röhren eingeschaltet, die mit der umgebenden Lust,aber nicht mit dem vorbeistreichenden Rauch communiciren, von dem sie nursteheizt werden Die in den Röhren erwärmte Lust zieht aufwärts durchUnen besonderen Kanal, in den oberen Raum der Darre über dem feuchtenMalz her. Der heiße Rauch von der Pfannenfeuerung setzt inzwischen seinenUrsprünglichen Weg in dem Fuchs fort, der ihn von der Feuerung in die Esse^uhrt. Dieser Kanal geht aber ebenfalls durch die Darre und zwar durch die^au, wo er die Luft unterhalb des Malzes erwärmt. Der Rauch kommt also^wgends mit dem letzteren in directe Berührung. Beide Kanäle sind mit den^r Regulirung nothwendigen Schiebern versehen. — Das Maischen geschiehtdirect in der Pfanne; zu dem Ende ist Sorge getragen, daß man das Feuer^mittelst gut schließender Thüren im Heerd und mittelst des Schiebers in der^sie völlig in seiner Gewalt hat, und daß man die Dünnmaische leicht von denhebern abseihen kann. Für letzteren Zweck hat die Pfanne an einer Seite, aber^ der ganzen Höhe, eine Ausbiegung, vor welcher eine bewegliche Siebwand^geschoben werden kann. Dadurch wird von dem übrigen Raum der Pfanne* lt1e kleine Kammer abgeschieden, in welche ein Rohr mit Hahn zum Ablassen^ Würze mündet, während die Treber von der Siebwand zurückgehalten wer-f 1 - Die Würzen der verschiedenen Güsse (zwei, ohne den Nachguß zum Aus-üben der Treber) sammeln sich in den gemeinschaftlichen Würzstock, werden vonauf das Kühlschiff gepumpt, wo sie auf 50° C. verkühlen, dann in ein Kühl-abgelassen, worin sie durch kaltes Wasser, welches in einem eingesetztendhrenststem circulirt, vollends auf die zur Gahrung erforderliche TemperaturGracht xMjch j n den Gahrbottich abgelassen werden. In diesem befindet
sich
ttn ganz ähnliches System von Kühlröhren, durch welches kaltes Wasser ge-
e,ti t wird, um die Gahrungstemperatur zu reguliren.njg Um die Nothwendigkeit einer raschen Heizung der Pfannen mit der Erspar- Pfann.» „a-v an Brennstoff zu vermitteln, hat Siemens die Construction der Brau-^^ufeuerung Fig. 78, 79, 80 (s. f. S.) angegeben. Die Pfanne A ruht5 etn '^ rcm Rande auf dem ringsumlaufenden Vorsprung a a und außer-H auf den Pfeilern bb. Die Feuerung ist eine doppelte, nämlich eine oberekasch^^.^ $ r ^'ckst entzündlichen Brennstoff (Holz) eingerichtet und für diesU tst c ®'nroirfung, und eine untere C, welche für dichteren Brennstoff (Torf,Pechkohle) und die Ersparniß bestimmt ist. — Die untere Feuerungi d'^Deffnung h gefchürt; der verschlackte Theil der Asche geht durch
Mastes ^der von selbst oder beim Aufräumen des geneigt liegendenc (was von g aus geschieht) durchsallende Theil der Asche unmittelbar