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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Besondere Einrichtungen. 387

ZU denjenigen Geschäften, die — zumal an den großen Consumtionsorten —nicht bloß in großartiger Ausdehnung, sondern, so weit es die Natur des Ge-schäftes erlaubt, nach dem Princip der Fabriken, das heißt durch systematischesIneinandergreifen der einzelnen Operationen, besonders aber durch Mitwirkungdon Maschinen- und großen Kapitalkräften betrieben werden *). Die britischeBrauerei beruht zugleich auf einer anderen commerciellen Grundlage: sie über-aßt stets das Malzgeschäft den Gerstenproducenten und bezieht das Malz von^esen, unter Ersparniß an Transport durch den Handel, und ist in der Regel^it einem ausgedehnten Wirthschastsbelriebe verbunden. Von dieser Art sindu. a. die beiden größten Brauereien in London »Barclay und Perkins»llnd »Human, Hanbury, Buxton und Comp.« Beide werden durchAktiengesellschaften betrieben und besitzen die Zapfgerechtigkeit (licence) einer^oßen Anzahl Schenkwirthschasten der Stadttheile, welche sie versehen. Diese^iden den Hauptabsatz, ein nicht geringer Theil des erzeugten Bieres ist aber^>ch zur Ausfuhr bestimmt. — Die nachstehende Skizze der Einrichtung desBauhauses der letzteren Comp. nach ihren Hauptzügen wird ein besseres Bildenglischen Brauerei liefern, als es eine allgemeine Beschreibung vermag.Das Brauhaus ist vermittelst durchbrochener eiserner Böden in mehrereStockwerke abgetheilt und mit zwei mächtigen Dampfmaschinen ausgestattet,^»von die eine bei Reparaturen u. s. w. zur Reserve dient. Diese Brauerei^zieht das Malz von sechs Mälzern aus verschiedenen Grafschaften Englandszwar eine Sorte für Ale und drei Sorten für Porter. Die dunkelstediesen ist chocoladebraun und dient nur zum Färben des Porters (vcr-8 stiche <g. 314 ). Der jährliche Malzverbrauch beträgt 100000 Quar-

das Quarter (= 8 Bushels oder 2,91 Hectolitre) zu 3 Pfd. Sterl.^thschnittlich. Die Treber davon sollen sich in der Hauptstadt so hoch® Futter verwerthen lassen, daß davon angeblich % vom Malzpreis gedeckt^rden. Die Abhängigkeit vom Handel macht es unvermeidlich, einen Vor-^th von Malz zu halten, dessen Mittelwerth beiläufig 90000 Pfd. St. ent-^>cht. Der Verrath ist In einer Reihe sehr trocken liegender Behälter oderAmmern von Holz aufgespeichert. Der Transport und die längere Aufbewah-tt 9 bedingen wieder eine sorgfältige und umständliche Reinigung des Malzes^^^Ner Verwendung. Die Windmühle, worin die Körner gefegt werden,

tzf.' s ,e zwischen zwei Sieben hindurch; ein grobes hält Stückchen Holz,u. s. w. zurück, ein feines läßt den Staub durch, den der Luflstromiy „• ^tilators durch einen Kanal in's Freie führt. Das gereinigte Malz wird3afo6«eifet

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ttic . breite, über Rollen laufende Lederriemen, woran ble-

Schopfßasten angenagelt, sind — dem als Rumpf dienenden Behälter

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Schrotmühle zugeführt. Sie besteht aus zwei Walzen, welche verdecktc k>ner Verschaalung arbeiten und dazu bestimmt sind, das Malzkorn ledig-

eines Brauhauses in London zog (schon vor 1830) als seinenäß; y” <"n Jahresgewinne 53000 Pfd. St. Im Jahre 1829 soll der Besitzer einerBarclay und Perkins einen Jahresantheil vom Gewinn von""0 Pfd. St. bezogen habe.