Band 
Zweiter Band.
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368
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368 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschastl. Gewerbe.

B"au-«»n ^ ä u ö^quetschen, nicht zu zerreißen oder zu brechen. Beim Beginn des’ Schrotens fangt man etwas Malz mit einer Schaufel auf, so breit als dieWalzen lang, und adjustirt deren Gang mittelst Stellschrauben, bis das Malzin der ganzen Breite die rechte Beschaffenheit zeigr. Die Schütze, welche dasMalz aus dem Rumpf zwischen die Walzen laßt, hangt durch Leinen undHebel mit dem Regulator der Dampfmaschine zusammen; ein rascherer Gangder Maschine, also auch der Mühle, bewirkt dadurch reicheren Malzzufluß undumgekehrt. Stockt auf der anderen Seite der Abfluß des Schrotes durch irgendeine Veranlassung, so drückt das sich anhäufende Schrot gegen ein Brett undsetzt mittelst dieses einen Wecker in Bewegung. Eine zweite Jakobsleiter führtdas Schrot in eine große, hölzerne Kammer von 8 bis 10 Fuß im Geviert-Eine solche Kammer befindet sich über jedem Maischbottich und befördert dasMalzschrot in denselben durch zwei im Boden angebrachte Trichter mit Sch>^bern. Die eisernen Maischbottiche, drei an der Zahl, sind rund, mit eineN>Seiheboden versehen, der stückweise herausgenommen werden kann und deffe"Löcher sich abwärts trichterförmig erweitern. Das Wasser tritt von untenzwischen beiden Böden ein, hebt das Malz in Gestalt einer compacten, schwindmenden Decke an die Oberflache und in das Bereich eines von der Betriebtdampfmaschine bewegten Eintaigapparates. Der wesentlichste Theil desselbensind Gitter oder Rechen, welche die gewöhnlichen Rührscheite oder Maischhölzetersetzen- Je vier oder fünf solcher Rechen find um eine horizontale Welle an*geordnet, die mit einem Ende auf dem Rande des Maischbottichs, mit deinanderen auf einer in seinem Mittelpunkte aufgestellten Säule ruht, und dur^eine Kette und Rolle in Umdrehung versetzt wird. Solcher Wellen sindin der Richtung eines Durchmessers angebracht; durch ihre Umdrehung gerathetdie gittersörmigen Flügel in eine, den Schaufeln der Dampfschiffe anlöge, nUtviel langsamere Bewegung, reißen das Schrot unaufhörlich unter diefläche und vertheilen es in der Flüssigkeit. Auf diese Art würde indessen nvtan zwei Stellen im Maischbottich gewirkt, was für ein gleichförmiges, richtig^Eintaigen nicht ausreicht. In der That wird dieses erst dadurch vervollstn^digt, daß dem ganzen System der beiden Wellen mit rechenförmigen Flügs^eine kreisförmig fortschreitende Bewegung angewiesen ist, und zwar auf ^einfache Weise. Die Säule in der Mitte ist um ihre Achse drehbar, dasentgegengesetzte Ende der beiden horizontalen Wellen geht in ein Zahnesaus, was mit dem gezahnten Rande des Bottichs dergestalt in Eingriffdaß die Umdrehung der Flügel zugleich ihr Fortschreiten bedingt. Der bea"sichtigende Arbeiter unterstützt die Maschinerie dadurch, daß er das Malzsch^hie und da den Rechen mit Krücken entgegenschiebt. — Man pflegt diefeuchtung des Schrotes auch durch Begießen mit warmem Wasser in ti cCeines Regens zu unterstützen. Diesen Regen liefert eine an der Decke /laufende Wasserleitung, von welcher gerade über dem Maischbottich ein strechter Schenkel herabgeht, der als Achse ein horizontales, durch dieMaschine im Kreise bewegtes Röhrenkreuz tragt. In der abwärts s^kehtFläche der vier Röhrenarme sind reihenweise feine Oeffnungen eingebohrt, tvedas Wasser in ebensoviel dünnen, in Tropfen zerstiebenden Strahlen ausspt