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Zweiter Band.
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370 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.

Englisch« angebracht. Der Hefenausstoß kann in dieser Art nur vor sich gehen, so lange

Bcnnereien. ^ Bottiche auf das ursprüngliche Niveau gefüllt bleiben. Es muß also, wasan Hefe abfließt, durch Würze ersetzt werden und zwar — wenn keine Stö-rung im Verlauf der Gährung stattsi'nden soll — mit Würze, die sich genauin demselben GahrungSstadium befindet. Dieser Bedingung geschieht durcheinen besonders zu diesem Zwecke eingerichteten Auffüllbottich Genüge, dessenInhalt in gleichem Schritt mit der Würze der Gahrbottiche vergahrt. Weilaber sein Inhalt größer ist und sein muß, als der der Gahrungsbottiche, soneigt er zu einer rascheren Vergahrung hin und wird daher mit den letzterennicht von selbst gleichen Schritt halten. Man zwingt ihn aber dazu, indemman den Einfluß der Masse durch Verminderung des Gahrungserregers com-pensirt. Dies geschieht durch einen selbstthätigen Regulator, den »Parachute.»

So nennt man einen in den Auffüllbottich mit der Spitze nach unten einge- 1setzten großen Trichter von Eisenblech. Diese untere Mündung, die Röhre,geht vermittelst einer Stopfbüchse durch den Boden, so daß sich der Trichter,der wie ein Schwimmer fungirt, d. h. so aufgehängt ist, daß er von der um- !gebenden Würze getragen wird, mit ihr steigt und fällt, — wasserdicht be-wegt. Er wird dadurch von selbst in der richtigen Stellung, nämlich mit demoberen Rande ganz nahe über dem Spiegel der Flüssigkeit erhalten. SeinDurchmesser ist so groß, daß zwischen diesem Rande und dem Bottich nur ei»schmaler, ringförmiger Zwischenraum von 1 Zoll bleibt. Die aufsteigende Hefewird mithin in diesen engen Raum getrieben, wo sie — verhindert sich aus-zubreiten — über den Rand des Trichters steigt und durch diesen abfließt-Die Würze im Innern des Füllbottichs ist mithin während der ganzen Ope^tion mit viel weniger Hefe in Berührung als unter den gewöhnlichenstanden, wodurch die Gährung auf den gewünschten Grad ermäßigt wird-Andere Vorrichtungen würden entweder nicht so gut mit der Flüssigk^steigen und fallen, oder deren Spiegel zu viel der Lust bloßgeben; dagegenlaßt der Parachute die Oberfläche der Würze gerade so weit frei, daß sieder wenigen aufschwimmenden Hefe gehörig bedeckt wird. Die Würze s etb ',fließt auf ein Zwischensatz mit Schwimmer, welches die Gahrbottiche der dre>Reihen speist. In diesen erreicht die Hauptgährung ihr Ende. — Das Jung-"bier kann aber auch jetzt nicht unmittelbar zur Nachgährung gefaßt werde>bweil in Folge des ungewöhnlich großen Gehaltes der Lagerfässer, diegährung durch die Masse des Jungbieres zu stark angefacht würde. Sie muralso vorher gewissermaßen auf den Nullpunkt herabgestimmt werden, zu w*'chem Behuf das Jungbier erst auf kleinere, sehr flache Gefäße abgelassen wirj» Isie kühlen das Bier beträchtlich ab, die Gasentwickelung hört völlig auf,^>

Hefe sinkt, von der Ruhe begünstigt, zu Boden, der Rest der Kohlensau^entweicht, und zwar so, daß das Bier für diese Zwischenzeit eigentlichwird. Allein die englischen Brauer wissen, daß dieses Abfallen nur vor» 1gehend und bei der Starke der Biere ohne verderbliche Folgen ist. So koMes in die Lagerfässer. :

Das Ale, seinem Begriff nach ein substantiöses, unzersetzten Muckerhaltendes Bier, darf durchaus nicht bis zu dem Grade vergähren wie der P \