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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Besondere Einrichtungen. 37t

ter. Große Gahrgefaße würden es nun sehr erschweren, einen gewissen Theildes Zuckers dem Biere zu erhalten, daher die Alewürze schon von vorn hereinw kleinere Gahrgefaße gestellt wird. Diese sind meist viereckig, eher Kastenals Bottiche zu nennen, und ebenfalls reihenweise gestellt. Nach vollendeterHauptgahrung kommt das Ale unmittelbar in die Lagerfasser, die von derselben^rt sind, wie für den Porter.

In England ist es schon langst und allgemein üblich, den Extractgehaltder Würze vor, wahrend und nach der Gahrung zu vergleichen, um danachden Vergahrungsgrad festzusetzen. Der Gehalt wird jedesmal mittelst eines^accharometers bestimmt, welches so graduirt ist, daß es die Pfunde Extrakt"" Barrel Bier anzeigt.

Die Lagerung des Bieres ist bei der britischen Brauerei durchaus eigen-tümlich, und sie weicht in diesem Punkte am weitesten von den übrigen Brau-""fthoden ab. Dem Erfolge nach dürfte schwerlich eine andere, als die bairischeihr in die Schranken treten; denn die englischen Biere nehmen, was3Ute Beschaffenheit, besonders Glanzhelle und Geschmack (nach Maaßgabed°r Nationalgewohnheit) betrifft, einen sehr hohen Rang ein. Was man"ach den bairischen und den ihr ähnlichen Braumethoden durch das besondereMaischen, durch die Untergahrung und durch die niedere Temperatur beim"gern erzielt, das erreicht man in gleicher Vollkommenheit jenseits des Kanalsaber mit bedeutend höheren Kosten — durch langes Ablagern des Bieresungewöhnlich großen Massen. Dieser Weg ist übrigens nur für Biere voncc Starke und dem Gehalt der englischen, und für ein ähnliches JnselclimaZeejgnet.

Die Locale zum Lagern sind zwar nicht tief genug unter der Erde ange-bt, um eigentliche Keller genannt zu werden, allein ihre halb unterirdische"3e ist bei den weit geringeren Unterschieden der Temperatur der Jahreszeiten'chts desto weniger hinreichend, ihnen den Hauptcharakter, den eines gleich-klbenden Wärmegrades, zu sichern. Sie besitzen in der erwähnten Brauereic Temperatur von 13° G., wobei die Temperatur des Bieres zwischen Som-^ cc Und Winter angeblich nur um 1° — 2° C. verschieden ist. Es liegt aufHand, daß bei der ungeheuren Masse des Bieres in einem solchen Keller,"^haltnißmaßig wenige, aber durch ihre Größe sprüchwörtlich gewordeneWaller vertheilt, — der Biervorrath eher die Kellertemperatur beherrscht, als">gekehrt. Bringt man in Anschlag, daß die, in Folge der Nachgahrungwi^lte Warme, in Gefäßen, deren Inhalt gegen ihren Umfangs so sehr°Utend ist, sich ebenso langsam zerstreut, als äußere Temperaturveranderun-^-""fgenommen werden; so sieht man, daß diese Lagerfasser eben in ihrereinen Warmeregulator enthalten.

bis . ® ic Vats, halten zwischen 1000 und Ä000 Barrels (— 1600

«in s OOO Hectvlitre). Man hatte sie früher bis zu 6000 Barrels, weil aber^sse 8aß, einmal angestochen, gleich ganz in die Versandtfasser abge-Stog n, * tbm muß und nicht halbvoll stehen kann, so erwuchs daraus einealso Unbequemlichkeit. Von diesen Fässern sind 120 Stück vorhanden, diedurchschnittlich zu 2000 Barrels angenommen, zusammen 240000 B.

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