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Zweiter Band.
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374 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschastl. Gewerbe.

zum Nachtheil des Staates mehr möglich, obwohl zu dem des Publikums-Letztere gehören aber in's Bereich der polizeilichen Competenz.

Untersuchung der Biere auf ihren Gehalt.

Best im«in n n g derKohlensäure,

Die Untersuchung des Bieres zu praktischen Zwecken beschrankt sich aufden Gehalt an Kohlensaure, Alkohol und Extract, oft nur auf die beiden letz-ten; der Wassergehalt ergiebt sich von selbst. Um ein bestimmteres Urtheilüber das Bier zu fallen, muß man den Extractgehalt der entsprechenden Würzevor der Gahrung kennen. Wenn man aus dem Alkoholgehalt des Bieres dieZuckermenge berechnet, welche ihn geliefert hat, und diesen Zucker dem Extractdes Bieres hinzufügt, so erhalt man eine Summe, welche den Extractgehaltder Würze nur ungefähr angiebt, weil sich das Gewicht und Volum der Würzt(wegen der Hesenbildung u. s. w.) in größerem Verhältniß ändert, als der ent-wichenen Kohlensäure entspricht.

Die Kohlensäure erfahrt man aus dem Gewichtsverlust des Bieres, wennman dieses Gas durch ganz gelindes Erwärmen und Schütteln entfernt unddurch ein Chlorcalciumrohr entweichen läßt; oder genauer, auf die Art, witbei den Mineralwässern.

Der Extractgehalt des Bieres (oder der Würzen) ergiebt sich aus deinGewicht des trockenen Rückstandes nach dem Eindampfen im Wasserbade. Diesmuß so lange fortgesetzt werden, bis der Rückstand keinen Gewichtsverlust wehezeigt. — Bequemer, aber nicht eben so genau, laßt sich der Extractgehalt ausdem specif. Gewicht der Würzen oder des Bieres finden, nachdem dieses bis j 11 *gänzlichen Entfernung der Kohlensäure und des Alkohols gekocht und durchAuffüllen mit Wasser auf sein ursprüngliches Volum ergänzt ist. Entwedeewird das specif. Gewicht direct bestimmt, dies ist sicherer, oder mittelst einetSenkwaage, was weniger genau, aber für den gewöhnlichen Brauer alle^geeignet ist. Da, nach Balling, Bierwürzen und Zuckerlösungen bei gl^chem Procentgehalt gleiche specifische Gewichte besitzen, so bedient man s 1 “'nach seinem Vorgänge der Zuckersenkwaage oder des Saccharometers,

tvel-

d>« Altöl,»,«.

ches Instrument so graduirt ist, das es unmittelbar Gewichtsprocenke nN-Den Weingeistgehalt bestimmt man direct durch einen Destillationsversu^'

giebt.

Man destillirt so viel Flüssigkeit ab, bis kein Alkohol mehr im Phlegma $ ’das Destillat ist ein Gemenge von Wasser und Alkohol. Den Gehalt ermitte^man aus dem specif. Gewicht oder durch Kohlenstoffbestimmung der Flüssigesund bezieht ihn durch Rechnung auf Quclntität des untersuchten ®' creS '.,x.tNach Zenneck und Otto findet man ihn indirect, indem man das fP e . c ‘j!L r ,Gewicht des unveränderten, aber entkohlensäuerten Bieres mit dem specifischGewichte vergleicht, welches es nach der Vertreibung des Alkohols durch K»und Ergänzung des ursprünglichen Volums durch destillirtes Wasser beiselben Temperatur zeigt. Durch diese beiden Operationen hat man eigene