Band 
Zweiter Band.
Seite
375
JPEG-Download
 

Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Bierprvben.

375

ls.

uf

ch-

cze

die

cict

alt

rze

nt-

nrr

lnd

vie

erN

ies

ehr

>ris

zur

rch

der

»er

ein

lei-

sich

an-

ich-

i(i;

telt

eisi

sche

he»

heN

,er-

lich

nichts weiter gethan, als den Alkohol durch ein gleiches Volum Wasser ersetzt.Angenommen, dies wäre so im vollen Sinne des Wortes, so wird das Ge-wicht der Flüssigkeit nach der zweiten Operation um den Gewichtsunterschieddieser gleichen Volume zunehmen, was sich natürlich in einem Unterschiede desspecifischen Gewichtes zu erkennen giebt. Da nun das Exlract und sein Ein-guß bei beiden Bestimmungen unverändert bleiben, so stellt sich das Resultatdes Versuchs ebenso dar, als ob man bloßen Weingeist und Wasser verglichenhatte, d. h. der Unterschied im specifischen Gewichte des gekochten und unge-kochten Bieres wird so groß sein, als der Unterschied im specifischen Gewichtedes Wassers und eines Weingeistes von demselben Alkoholgehalt wie das Bier.3ieht man daher den gefundenen Unterschied vom specifischen Gewicht des Was-sers ab, so erhalt man das specifische Gewicht eines solchen Weingeistes unddaraus den Alkoholgehalt. Hat ein Bier vor dem Kochen ein specif. Gewicht^ 1,025, nachher 1,032, so ist der Unterschied — 0,007. Dieser, von demspecif. Gew. des Wassers — 1,000 abgezogen, giebt 0,993, also das specif. Gew.eines Weingeistes von 4 Gew. Proc. Alkohol. So viele Procente enthalt mit-hin auch das Bier.

Diese Schlußfolgerungen sind indessen aus einer Voraussetzung geflossen,welche nicht streng richtig ist, und darum nur der Wahrheit genähert. Denn,^gesehen von sonstigen unbedeutenden Einflüssen, ziehen sich Alkohol und Was-beim Mischen merklich zusammen, und der vertriebene Alkohol nimmt aus^esem Grunde etwas weniger Raum ein als das destillirte Wasser, womit^än das Bier auf sein voriges Volum ergänzt. Man findet den AlkoholgehaltMithin durch obige Berechnungsweise zu groß. Indessen läßt sich aus solchenBestimmungen des specif. Gewichtes ein genaues Resultat ziehen, wenn man' lll= für allemal durch Versuche das Verhältniß ermittelt, in welchem jene Dist-anz der specif. Gewichte zu dem wahren Alkoholgehalt steht. Dies muß jedoch' Uc jede verschiedene Biersorle, die sich darin nicht gleich verhalt, besonders^schehen. Bei der Kategorie von Bieren, zu welcher obiges Beispiel gehört,^halt sich die Differenz der specifischen Gewichte zu dem wahren Alkoholgehalt^ 1 : 543. Der Alkoholgehalt jenes Bieres ergiebt sich also einfach —0,007* 543 = 3,8 Proc.

? Die Ermittelung des Gehaltes der Biere ist natürlich für das praktische ®"Herr von großer Wichtigkeit, aber die meisten der angeführten Wege setzenhöheren Grad von Geübtheit in wissenschaftlichen Untersuchungen voraussicb ^ ""tW für eine allseitige Anwendung ungeeignet. Dadurch fanden^ Mehrere Sachverständige veranlaßt, die Untersuchung der Biere auf ihrez. ^llichen Bestandtheile in gewisse, jenem Zwecke angepaßte Methoden zu^gen (Bierprvben), welche einerseits die, den weniger Geübten unzu-Wichen Manipulationen ausschließen, aber doch andererseits ein für die"ttisrh^, rcenn auch nicht gerade wissenschaftlichen Anforderungen hinreichend

^«es Resultat liefern.

s§ Alle diese Proben opfern nämlich bei den Bestimmungen, welche zurd^^"lung des Bieres gehören, einen Theil der Genauigkeit zu GunstenBequemlichkeit und leichteren Ausführbarkeit.

i« Bier.roden.