Die Maisch-melhoben.
388 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.
Je nachdem man auf den einen oder den anderen Punkt mehr Werthlegt, je nach Oertlichkeit und Umstanden, haben sich nun verschiedene Maisch-methoden in der Praxis ausgebildet, die sich am besten in folgendem Schemaübersehen lassen:
I. Es wird die Würze von den Trebern abgeseiht und für sich gahrenlassen (in Großbritannien).
II. Es wird die Maische selbst, d. h. Würze und Trebec zusammen, derGahrung unterworfen (auf dem Kontinent, besonders in Deutschland).
A) Einmaischen nach der alten Art, unmittelbar im Gahrbottich.Die Maische wird nicht durch Abkühlen, sondern nur durch Zukühlenzur Gahrungstemperatur gebracht.
Wird ausgeführt, entweder:
а) In drei Zeiten, nämlich:
1) Eintaigen mit etwa % des Wassers von ungefähr 50° C.
2) Gahrbrühen mit weiteren % des Wassers von 100° C. DieMaische hat nun zwischen 60° und 70° und bleibt zur Zucker-bildung ruhig stehen, wobei ihre Temperatur auf 40° sinkt.
3) Zukühlen durch Zusatz der noch übrigen Halste Wasser von dergewöhnlichen Temperatur (etwa 12°) auf circa 25" 0.
Oder:
б) In zwei Zeiten. Man vereinigt das Eintaigen und Gahrbrennen
in eine Operation.
1) Das Schrot wird mit % des erforderlichen Wassers von 76° C.gemaischt und der Zuckerbildung überlassen. Die Temperatur derMaische sinkt wahrend dessen auf 40° C. und wird alsdann
2) durch Zusatz der übrigen 3 / ä Wasser von 12° 6. auf die Gahrungs-temperatur von 22° — 23° C. zugekühlt.
B) Einmaischen im Vormaischbottich. Die Maische wird durchAbkühlen und durch Zukühlen auf die Gahrtemperatur gebracht. Auchhier kann wieder gemaischt werden:
a) In drei Zeiten.
1) Ausschütten des Schrotes in das 1 — 1'/-fache Gßwicht Wasservon 50 — 60° C. und Eintaigen.
2) Gahrbrennen mit so viel siedendem Wasser, daß die Temperaturder Maische auf 60 — 70° steigt. Die Maische bleibt ruhig bisnach beendigter Zuckerbildung stehen, dann
3) Abkühlen und Zukühlen bis auf die Gahrtemperatur.
5) In zwei Zeiten.
1) Ausschütten des Schrotes in Wasser von 72 — 80° C., so vielals vorher zum Eintaigen und Gahrbrennen nöthig war; Stehen-lassen zur Zuckerbildung; dann
2) Abkühlen und Zukühlen.c) Mit Dampf.
1) Eintaigen wie bei B, a; dann
2) Gahrbrennen mit Dampf.