Kochen.
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Gewöhnlich,
Wciljkn.
394 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.
und dem oberen Boden eine Reihe kleiner, mit Zapfen verschließbarer LöcherQ 2 . über einander. Sie dienen
dazu, um die Kartoffeln ausdie Gahre zu probiren. Stichtman nämlich mit einem spi-tzen Eisenstabe durch einesolche Oeffnung in die Kar-toffeln, so fühlt man sogleich,wo sie noch roh sind; dieswiederholt man in verschie-denen Schichten. Der Dampftritt von oben ein, damit das,durch seine Verdichtung im Anfange entstehende heiße Wasser, über die Kar-toffeln herabfließt und diese vorwärmt; es fließt durch ein zollweites Rohr ab,welches dicht über dem unteren Boden eingelassen ist- In einer solchen Ein-richtung bringt man in einer Stunde 3000 Pfund Kartoffeln gahr. Die Gahreerfolgt bei den oberen Lagen zuerst und schreitet abwärts fort; sobald sich dieuntersten Lagen mit dem Stecheisen nicht mehr roh anfühlen, öffnet man dieThür, um die Kartoffeln heraus und in den Rumpf zu schaffen, der sie aus dieZerkleinerungsapparate bringt. Wahrend dessen sperrt man den Dampf ab, abernicht völlig, man laßt viel/nehr noch so viel eintreten, daß die Kartoffeln fort-während heiß bleiben. Die tägliche Erfahrung lehrt nämlich, daß gekochteKartoffeln, mit dem Erkalten ihre mehlige Beschaffenheit verlieren und seifigwerden. In diesem Zustande lassen sie sich aber nur sehr schwer zerkleinernund mit dem Wasser gleichmäßig mischen. Es kann aber nicht genug daraufgesehen werden, daß dies so vollständig wie möglich geschieht, denn man kannsicher darauf rechnen, daß da, wo sich Klumpen bilden, oder die Kartoffelsubstanzsich irgendwie zusammenballt, diese Massen im Inneren unverändert bleiben-Dieser Uebelstand kann aber nur vermieden werden, wenn die Zerkleinecrmgs-apparate ein feuchtes, lockeres Mehl liefern, und eben darin liegt die größteSchwierigkeit.
i Am gewöhnlichsten braucht man Quetschwalzen von Gußeisen, Fig- 83(zuweilen von Holz oder Stein). Sie müssen wenigstens 2 Fuß Durchmesserhaben, damit sie die Kartoffeln gehörig fassen. Anstatt die Bewegung der einenWalze, wie hier, bloß der Reibung zu überlassen und die andere direct mit derKurbel zu drehen, ist es weit zweckmäßiger, beide mit Zahnrädern zu verkuppelnund diese mit einem Schwungrads durch ein passendes Vorgelege zu verbinden,und zwar so, daß zugleich die richtige Umdrehungsgeschwindigkeit herauskommtDie Walzen müssen mit Streichmeffern versehen und ihr Abstand veränderlichsein. Wie man sieht, wirken sie durch einfachen Druck oder Quetschung, wo-her es dann kommt, daß einigermaßen seifige Kartoffeln gar leicht statt in locke-res Mehl, vielmehr zu compacten Bändern gequetscht werden, und dies um stmehr, weil sie nicht heiß genug bleiben, bis sie zwischen die Walzen kommen-— Offenbar entspricht es dem Zwecke weit besser, wenn man den Apparat auseine Zerreißung der Kartoffeln einrichtet, so bei den französischen ReibwalzeN-