Geistige Getränke. Die Branntweinbrennerei. Maischen der Kartoffeln. 399.
2) die ganze Masse der gekochten Kartoffeln unter fleißigem und V-.schiennachdrücklichem Durcheinanderarbeiten.
1» Eintrugen des Malzes und der Kartoffeln, jedes für sich;alsdann Vereinigung beider.
1) Wahrend die Kartoffeln von derQuetschmühle in denVormaisch-bottich gebracht und daselbst mit Wasser von beiläufig 25" C,zu einer möglichst gleichärtigen dicken Masse durchgearbeitet wer-den, taigt man in einem besonderen Gefäße das Malz mitWasser von 50 — 60° ein und
2) vereinigt dann beide im Vormaischbottich, wo sie tüchtig gemengtwerden.
II. Einmaischen mit bebrochenem Zusah der Kartoffeln (Gall'sVerfahren).
1) Auf 1100 Pfund Kartoffeln kommen 60 Pfund Malz und au-ßerdem noch 30 Pfund Hafer und 5 Pfund Haferspreu. Kurzvor der Gahre der Kartoffeln taigt man das Malz auf der einenSeite des Vormaischbottichs mit 70 Pfund Wasser von 45° C.ein und brüht den Hafer mit der Spreu auf der anderen Seitedes Bottichs mit etwa 50 Pfund siedendem Wasser an.
2) Zu dieser Schrotmaische mahlt man nun ohne allen Wasser-zusatz in Absätzen jedesmal ungefähr % der Kartoffeln; nach je-dem Zusatz maischt man tüchtig und wartet einige Minuten, bisder zugemaischte Antheil Kartoffelmasse etwas flüssig gewordenist. Die letzten Antheile Kartoffeln müssen mittelst Dampfzuflußwarm gehalten werden-
Hl. Maischen mit bebrochenem Malz- und bebrochenem Kartoffel-zusatz (Gumbinner's Verfahren).
1) Von den gahrgekochten Kartoffeln wird so viel in den Maisch-bottich zu dem darin befindlichen lauen oder kalten Wasser zu-gemahlen, bis die Maische so dick geworden, daß sie sich nichtmehr gut durchrühren laßt. Die Menge und Temperatur desWassers muß so gegriffen sein, daß die dicke Masse 60° C. bekommt.
2) Man halt nun mit dem Zumahlen der Kartoffeln inne undstreuet V* von dem (uneingetaigten) Malzschrot aus den Kartoffel-taig, worauf man beide innig vermengt.
3) Nach einigen Minuten, wenn die Maische flüssiger und dadurchwieder bearbeitbar geworden, mahlt man aufs Neue Kartoffelnund giebt unter denselben Vorsichtsmaßregeln das zweite ViertelMalz zu, pausirt dann wieder und fahrt so mit dem Rest derKartoffeln und den beiden übrigen Vierteln des Malzes fort, bisAlles in der Maische vereinigt ist und die Temperatur von60° 6. hat.
4) Die Maische wird, wahrend sie ruhig in der Zuckerbildung steht,noch zweimal umgerührt.
^ Verfahren von Gumbinner ist offenbar das rationellste und em-