Geistige Getränke. Die Branntweinbrennerei. Gährung. 403
bereits in einem beträchtlichen Umfange Anwendung finden, nämlich die Preß-Künstlich»befe und die Kunsthefe. G-hrm.t.-l
Die Preßhefe ist das Pcoduct einer Verbindung der Branntweinbrennerei Pr-sh-f,.fit der Hefenbereitung, einer Branntweinbrennerei mit besonderer Rücksicht aufHefenerzeugung. Die Materialien werden so ausgewählt, wie sie die Bildung°inec kräftigen und reichlichen Hefe am meisten begünstigen. Die Gahrung derMaische läßt man nur bis zu dem Stadium vorschreiten, bei welchem die ge-bildete Hefe auf dem Höhepunkte ihrer Wirksamkeit steht, d. h. nicht ganz zubem Stadium, welches die Alkoholgewinnung an sich als das beste bezeichnet.
diesem Zeitpunkte wird das obenaufschwimmende Gemenge von TcebecnUnd Hefe auf Siebe von Drahttuch geschöpft, welche so sein sind, daß sie vor-zugsweise die Hefe durchlasfen. Sie wird ausgewaschen, abgepreßt und kommtuls eine feuchte, zusammengeballte Masse (gewöhnlich in Pfundpacketen, daher"Pfund Hefe«) in den Handel. In der Regel bildet die Verfertigung der^ßhefe einen besonderen Betrieb. Sie kann aber natürlich eben so gut mit der^^nntweinbrennerei verbunden werden; alsdann erspart man Arbeit, Tcans-und kann die Hefe frisch benutzen.
Die Kunsthese und die damit zusammenfallenden sog. künstlichen Gahrungs- «unsth.f-.Mittel werden sehr uneigentlich so genannt. Es ist daran gerade so viel künst-und gerade so viel natürliches, wie an der Bierhefe selbst. Sie ist im/^sentlichen nur eine Uebertragung des Gahrungsprocesses der gahrenden Würzeheute, auf die zu stellende Würze von morgen; sie ist für die Branntwein-^brung dasselbe, was der Sauertaig bei der Brotgährung, und folglich mit der
Wo man mit
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der Hauptmaische meist unzertrennlich verbunden.
^"Usthx^ arbeitet, hat man also neben der eigentlichen gahrenden Maische stetsein anderes gahrendes Gemisch, eine andere Maische, in viel kleinererb^Se, welche lediglich zur Fortpssanzung der Gahrung dient. Insofern hier-s^. b>e Branntweinmaische ihr Ferment aus sich selbst schöpft, ist das Verfahren»vp ^^'onell und gewahrt völlige Unabhängigkeit von jeder Zufuhr der Hefe^ . "ußen. Solche künstliche Gähcmittel wirken übrigens jederzeit auf doppelte(Sj^- durch ihren Gehalt an Hefe und dadurch, daß sie im Zustande derbegriffen sind. Die Kunsthefe wird deshalb nicht nur mit UnrechtÖstlich, f on öccn auch mit Unrecht Hefe genannt. Es laßt sich leicht den-ftll ' bci & diese künstlichen Gahrmittel auf mannigfache Weise angesetzt, aufbrack' mit ber Hauptmaische und ihrer Gahrung in Verbindung ge-Äp ^^lben angepaßt und darnach verschiedenartig behandelt werden kann.die fc" ^at hat dieser Gegenstand eine Menge Erfinder und Verbefferer gefunden,
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Praxis mit tausend geheimen Vorschriften überschwemmt haben. So
8°füh» "gütlich bekannt sind, können sie auf nachstehende Kategorien zurück-
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werden:
Man stellt die Maische ohne Weiteres mit einem Theile der in voller^Ng begriffenen Maische des vorigen Tages an.ftit t ’ Man zieht aus der angestellten Maische, zur Zeit, wo sie in Gahrungu bereits Schaum bildet, etwas von dem stüssigen Theile, also etwas
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