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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Branntwein aus zuckerigen Stoffen.

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dem Einfluß der hohen Luftwärme begegnet. — Die reife Würze muß sogleich D,r ou.i,.destillirt werden.

Man scheint die einfacheren Destillirapparate vorzuziehen. Einfache oderdoppelte Blase mit einem Beckenapparat, oder statt dessen mit zwei Woulff-schen Rectificatoren, sind in den englischen Eolonien die gewöhnlichen; dochwird auch Eofsey's Apparat, sowie in den französischen Eolonien der vonDerosne oder Lau gier gebraucht. Die erste Gallone, welche einen unan-genehmen und starken empyreumatischen Geschmack hat, wird getrennt aufge-fangen; dann folgt der reine Rum, ein aromatisches, aber farbloses Destillat.

Die Farbe wird künstlich durch eine Auflösung von Caramel hervorgebracht, wel-chen man durch Schmelzen einer guten Moscovade (nicht Melasse) mit Vorsichtbereitet. Der Caramel soll eben so wenig auffallend süß, als auffallend biltersein; man löst ihn mit etwas Rum auf, so daß er eben flüssig bleibt, und laßtklar absetzen. Ein Maaß reicht hin zu 1200 Maaß Rum.

Von 100 Pfund Melasse hat man 5V- Gallonen, von 100 Gast. Würze Au«b,u,-.

0 bis 10 Galt. Rum, von 30 bis 40 Proc. over proof zu erwarten.

So weit die Erfahrungen reichen, giebt die Melasse für sich keinen Rum,sondern einen Branntwein von ganz verschiedenem Geschmack und Geruch.

Diese scheinen aus Bestandtheilen des Zuckerrohrs zu entspringen, welche nur>n dem Safte und in den Klarungsniederschlagen enthalten sind. Um so we-niger kann es befremden, daß die Melasse von Runkelrüben auch keinen Rum^efert. Sie wird indessen mit Vortheil zu einem ähnlichen Branntwein ver-möbeltet und zu dem Ende mit 2,5 bis 3 Thln. Wasser verdünnt, mit Hefe au-fstellt und gahren lassen *). Das Destillat (über den Rückstand vergl. S. 245)

^ einen unangenehmen Geschmack nach Rüben, der durch Rectisication, La-bung und verschiedene Zusätze verbessert wird. Auch laßt sich diese Melasse alsUmsatz zu Kartoffel- oder Getreidemaische benutzen.

t Der feine; dem Aroma des Rums sehr nahe kommende Geruch des Buk-"ssaureathers (C IS Hi ä 0 4 ) hat die Veranlassung gegeben, daß diese Verbindungfstonwartig sehr häufig zur Nachahmung des Rums mittelst gewöhnlichen tosft,

, Wnntweins benutzt wird. Man verseift zu dem Ende Butter mit Kalilauge,

°^die Seife in so viel starkem Weingeist, als eben erforderlich, zersetzt die^sättigte Lösung mit Schwefelsaure bis zur stark sauren Reaction und unter-

die Flüssigkeit der Destillation. Der flüchtigere, zuerst übergehende Theileine Lösung jenes Aethers in Weingeist, welcher als Versatzmittel dient.sv. Die zuckerhaltigen Safte des Kern-, des Steinobstes und verschiedeneroeren dienen häufig, wenn auch nur in kleinem Maaßstabe, zu Branntwein,mrunter genießen die aus Kirschen (Kirschwasser) und aus Pflaumen oder^^otschen (Zwetschen- Branntwein, Slivovitza bei den slavischen Nationen)

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“ v Überhaupt der Abwesenheit übelriechender oder -schmeckender Stoffe ver-.) ®icm will dabei in einem Falle reichliche Entwickelung von Siickoryd beobachtet

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haben, wo offenbar die Melassesalpetersauren Salzen war.

vabcn, wo offenbar die Melasse, in Folge starker Düngung der Rüben, reich an