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Allgemein«Grundsä tze.
Geistige Getränke. Die Branntweinbrennerei. Destillation.
rO Gew. Thle. einer Flüssigkeit von 7 Proc., welche zurückfließt, und30 » » eines Dampfes von 50 Proc., der sich zu einem Destillat dieser
Starke, also zu Branntwein verdichtet.
Laßt man den 50pcocentigen Branntweindampf durch einen anderen De-phlegmator von 85° gehen, so zerfallen je 100 Gew. Thle. davon in:
41,6 Gew. Thle. Flüssigkeit von 30 Proc. und in58,4 » » Dampf eines Spiritus von 78 Proc.
Es geht hieraus klar hervor, daß man vermittelst der DephlegmationWein-- geist von jeder beliebigen Starke durch einmalige Destillation gewinnen kann;das Destillat fallt um so starker aus, je niedriger die Temperatur des Dephleg-wators ist. In der Praxis umgiebt man sie daher mit Wasser oder Maische,welche man leicht auf der erforderlichen Temperatur erhalten kann. Es leuchtetferner ein, daß die Wirksamkeit der Dephlegmatoren von keiner bestimmten8vrm abhängt, daß vielmehr jeder Theil eines Destillirapparates, durch welchendie aus der Blase aufsteigenden Dampfe fortgeführt werden, als Dephlegmatornnzusehen ist, sobald er durch seine niedrigere Temperatur die Dampfe zerlegtund die Zerlegungsproducte von einander scheidet. Der Hals einer Retorte, vonumgebenden Luft abgekühlt, zerlegt die durch ihn abziehenden Dampfe; aber^ wird erst zum Dephlegmator, wenn er bei der Destillation aufrecht gerichtetweil alsdann die schwächere, verdichtete Flüssigkeit zurückfließt und von denstärkeren Dampfen geschieden wird. Ganz ähnlich wirkt bei dem einfachen De-stillirapparat der Helm, wegen seiner aufrechten Wände als Dephlegmator, wasdem abwärts geneigten Helmschnabel nicht mehr der Fall ist.
Das zweite, in der Praxis nicht minder gebräuchliche Princip, das der »Rec-^fication«, unterscheidet sich von dem vorigen nur darin, daß man in diesem^fie anstatt der abkühlenden Gefäßwände eine abkühlende geistige Flüssigkeit aufDampf einwirken laßt. Bringt man nämlich Maische in einer Blase A,”'9- 87, zum Sieden, so erhebt sich wie immer ein Dampf (Lütter), der alkohol-
Fig. 87.
sicher ist die ursprüngliche Flüssigkeit. Dieser Dampf verdichtet sich anfangs'u dem Gefäße B. Nach einiger Zeit sperrt die sich ansammelnde Flüssigkeit, also'w vorliegenden Falle Lütter, das Eintrittsrohr und zwingt allen weiter zutreten-en Dampf in die Flüssigkeit zu gehen, worin er sich so lange verdichtet, bis dieweiwerdende Warme den Inhalt des Gefäßes B zum Sieden bringt. AlsdannEntwickelt sich Dampf in B , der ebenfalls wieder reicher ist als die Flusiigkeit,was ganz dasselbe ist, wie der Dampf aus A War dieser Lütter von
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