Geistige Getränke. Die Branntweinbrennerei. Destillation. 423
ein zweites Rohr (s. die Fig.) am Boden eintritt. Es versteht sich von selbst,
Fig. 89.
Fig. 90.
daß man das Was-ser so kalt nimmt,als es zu haben ist,daß man also Brun-nenwasser dem Fluß-wasser vorzieht.
Eine verbesserteForm zeigt die Fig.90. Das Kühlfaßist doppelt so hochals die Schlange, sodaß der obere freieRaum vorzugsweisedas warmgewordeneWasser aufnimmtund dieses dem Bereich des Kühlrohrsentzieht, welches vielmehr in den un-teren und kälteren Theil eingetauchtbleibt. Die vermehrte Höhe gewahrteinen vollkommneren Abzug des war-men Wassers nach oben, dem Rohrwird in gleicher Zeit mehr Warme ent-zogen, also die Abkühlung energischersein. Diese Form ist besonders dannan ihrem Platze, wenn man Mangelan zufließendem Wasser hat. An derAusflußmündung s ist eine zweischenk-lige, heberartige Fortsetzung tt ange-bracht, welche stets von der verdichtetenFlüssigkeit erfüllt bleibt; diese Flüssigkeitist aber nicht ruhend, sondern langsamströmend, denn eben so viel als bei s. zufließt, fließt durch v ab, und der Jn-
l von tt wird im Verlauf einer Destillation, gerade wie die Dampfe im°9r, eine abnehmende Gradigkeit zeigen. Diese Gradigkeit wird an einem^ . ec ^ ec ausgekitteten Glasglocke <v w schwimmenden Aräometer abgelesen. Ein„'^er, aufwärts gekrümmter Schenkel x dient der mit übergehenden Lust undohlensäure zum Ausweg.
Das gewöhnliche Kühlfaß mit Schlangenrohr ist mit mehreren wesentlichen^"ngeln behaftet. Die Biegung der Röhren ist nicht ganz leicht herzustellen,sg Klangt mehr Metallstarke, als sonst nöthig wäre, und wirkt in demselben^"haltniß der schnellen Wärmeentziehung entgegen; ein Fehler, der durch Ver-bC * Kühlwassers verbessert werden muß. Auf der äußeren Fläche der^"nge sehr sich Wasserstein (kohlensaurer Kalk, Gyps) ab, der ihre Leitungs-
Die K ii I) l -ap p o rat e.GewöhnlicheKühlschlange.